Google: Investoren ist Gewinn nicht genug

San Francisco - Gut ein Viertel mehr Gewinn beim Google ist den Investoren nicht genug. Analysten hatten einen größeren Gewinnsprung prognostiziert. Doch der Finanzchef gibt sich zuversichtlich.

Der Aktienkurs des Unternehmens sank nach Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal am Donnerstagabend um 4,1 Prozent auf 473,64 Dollar, obwohl Google den Gewinn nach Steuern um 24 Prozent im Vorjahresvergleich auf 1,84 Milliarden Dollar (1,42 Milliarden Euro) steigern konnte. Der Umsatz wuchs ebenfalls um 24 Prozent auf 6,82 Milliarden Dollar.

Analysten hatten einen größeren Gewinnsprung prognostiziert, Anleger auf deutlich mehr gehofft. Gebremst wurde das Wachstum den Angaben zufolge vor allem durch hohe Personalausgaben. Der steigende Konkurrenzdruck veranlasst den Konzern, in die Entwicklung neuer Produkte und in Folge dessen in neue Mitarbeiter zu investieren. Zwischen April und Juni wurden knapp 1.200 Stellen geschaffen. Google beschäftigt damit rund 21.800 Menschen. Zu schaffen machte dem Konzern nach eigenen Angaben auch die Schuldenkrise im Euro-Raum. Rund ein Drittel des Umsatzes kommt aus den 16 Euro-Ländern. Die Schwäche der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar habe somit auf die Bilanz gedrückt.

Finanzchef “sehr zuversichtlich“

Der am Donnerstag vorgestellte Bericht hielt jedoch auch positive Nachrichten bereit. So seien Werbekunden bereit, mehr Geld in Internetanzeigen zu stecken, aus denen Google seine Einnahmen nahezu komplett bestreitet. Außerdem klickten mehr Menschen auf die geschalteten Werbeanzeigen. “Es gefällt uns sehr, wie wir uns in diesem Wirtschaftsfeld schlagen“, sagte Google-Finanzchef Patrick Pichette. “Wir sind sehr zuversichtlich, was die Zukunft betrifft.“

DAPD

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