Larry Page: Ihn locken während der Pandemie weiße Strände und traumhaftes Wetter.
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Larry Page: Ihn locken während der Pandemie weiße Strände und traumhaftes Wetter.

Sicher in der Sonne

Milliardär unter Palmen: So paradiesisch sitzt Google-Mitgründer Larry Page die Corona-Pandemie aus

Während Millionen von Menschen die Corona-Pandemie vorübergehend im Lockdown verbrachten, flohen die Superreichen in die Urlaubsparadiese. Unter ihnen auch Google-Mitgründer Larry Page.

MÜnchen - Die Geschichte über den Aufenthaltsort von Google-Mitgründer Larry Page liest sich wie ein Detektiv-Roman. Obwohl er sich offiziell längst aus dem Google-Mutterkonzern Alphabet verabschiedet hat, übt er über spezielle Stimmrechts-Aktien noch erheblichen Einfluss auf die Geschicke des Tech-Giganten aus. Berichte über seine Aktivitäten sind trotzdem selten geworden. Wie Business Insider (BI) erichtet, konnte jetzt zumindest sein Aufenthaltsort festgestellt werden. Die Aufklärung fand dabei in wahrer Detektiv-Arbeit statt.

Eine Meldung am 19. Juni über einen Privat-Jet, der die Einwohner der Fidschi Inseln im Kampf gegen Corona mit Gesichtsmasken, Kitteln und Handschuhen versorgte und ein Foto in den sozialen Medien brachte BI jetzt auf Pages Spur. Aus Angst vor Repressalien wollte die Person namentlich nicht genannt werden. Das Urlaubsparadies Fidschi kämpfte zu diesem Zeitpunkt mit einer zweiten Corona-Welle.

Larry Page: Meldung über seinen Privat-Jet verschwindet aus den Nachrichten

Ungewöhnlich an der Lieferung per Privat-Jet war vor allem, dass der staatliche Nachrichtensender Fijian Broadcasting Company News einen Bericht veröffentlichte, demzufolge das Flugzeug und die Lieferung von Google-Mitbegründer Larry Page stammten. Diese Meldung verschwand kurz darauf, nachdem die Gesundheitsbehörden der Fidschi-Inseln den Sender aufforderten, die Informationen nicht zu veröffentlichen.

Ein Foto des Privat-Flugzeuges tauchte kurz vor Veröffentlichung des Berichtes in den sozialen Medien auf. Bald danach prüften Beobachter die Registrierungsnummer des Jets und stießen auf eine Firma namens Blue City Holdings. Das Unternehmen verwaltet die Flotte der beiden Google-Mitbegründer Sergey Brin und Larry Page sowie des früheren Google-Chefs und aktuellen Verwaltungsratsvorsitzenden Eric Schmidt.

Fidschi-Inseln: Super-Yachten als Eintrittskarte

Pages Verbundenheit mit den Fidschis reicht offenbar lange zurück. Der Milliardär verbrachte dort in der Vergangenheit seine Urlaube und hielt Meetings auf seiner Super-Yacht ab. Während der Pandemie soll er sich bereits mehrere Monate dort aufgehalten haben. Sein Quartier liegt wohl auf der herzförmigen Insel Tavarua, die westlich des Festlandes liegt, wie Personen berichteten, die ihn dort gesehen haben. Unter Einheimischen wird spekuliert, ob Page nicht sogar eine Insel in der Urlaubsregion gekauft habe.

Unter Vermögenden ist der Inselstaat Fidschi ein beliebtes Ziel. Das Land schloss während der Pandemie zwar seine Grenzen für Reisende, für Wohlhabende gelten allerdings andere Regeln. Letzten Sommer startete Fidschi die „Blue Lane“-Initiative, die Besitzern von Superyachten und Privatjets die Einreise ermöglichte, solange sie sich an geltende Quarantäne-Vorschriften hielten. Auf Privatsphäre wird seitens der Regierung viel Wert gelegt. Auch Page bediente sich dieser Initiative und floh vor den Auswirkungen der Pandemie ins sonnige Urlaubsparadies.

Traumstrand: Die Fiji-Inseln gelten unter Superreichen als sicherer Rückzugsort während der Corona-Pandemie.

„Blue Lane“ soll die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen für die Fidschis durch das Ausbleiben von Touristen abfedern. „Superyachten werden mit offenen Armen empfangen und erhalten leichteren Zugang, während es für Segelboote wie unseres nicht einfach ist“, schrieb der Segler Lorenzo Cipriani in einem Blogeintrag vom 4. August 2020 über eine Reise, die er in das Gebiet unternahm. „Die Regierung wirbt mit einer Kampagne, die diejenigen willkommen heißt, die viel Geld ausgeben können und erwartet die Ankunft von Hunderten von Luxusyachten.“

Larry Page: Flucht vor der Corona-Pandemie

Die Fidschi-Inseln haben schon länger einen Ruf als beliebter Rückzugsort für Superreiche. „Es gibt zahlreiche vermögende Privatpersonen, die Fidschi als Ort genutzt haben, um die Pandemie zu ertragen“, sagte Michael Lewis, der Direktor einer lokalen privaten Gemeindeentwicklung namens Vunabaka. Stars wie Prinz Harry und Meghan Markle wurden bereits auf den Fidschis gesichtet, Mel Gibson besitzt die Privatinsel „Mago Island“, berichtet das Portal.

Für Page ein idealer Ort, um vor der grauen Wirklichkeit der Corona-Pandemie zu fliehen. Nach seinem Rückzug bei Google verschwand er zwar weitgehend aus der Öffentlichkeit, steht Berichten zufolge aber immer noch in engem Kontakt zu Konzernchef Sundar Pichai und nimmt an Vorstandssitzungen teil. Ansonsten habe er seine Aufmerksamkeit auf private Projekte gerichtet.

Larry Page: Die Fidschis schützen seine Privatsphäre

Ob Page dort wirklich eine Insel gekauft hat, darüber ranken sich Gerüchte. Gesichtet wurde er angeblich auch auf der Insel Namotu, auf die er per Privatjet mit rund 30 seiner Angestellten gereist sei. Andere Quellen wollen ihn auf einer anderen Insel beim Hydrofoiling gesehen haben, eine Art von Surfen, die sich unter anderem bei Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Pages Frau Lucinda Southworth großer Beliebtheit erfreut. Selbst die Anzahl an Inseln, die Page gekauft haben soll, ist umstritten. Von einer bis mehreren ist die Rede.

Business Insider zufolge lehnten Fidschis Tourismusbehörde und die Abteilung für Grundbesitz mehrere Anfragen nach Informationen über den Eigentümer der Inseln ab und beriefen sich dabei auf das Recht der Eigentümer auf Privatsphäre.

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