+
„Google hat seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht“, erklärte die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager am Dienstag in Brüssel.

Wegen Bevorzugung von Kunden in allgemeiner Suche

Google soll Einfluss missbraucht haben: Milliarden-Strafe

Brüssel - Die EU-Kommission belegt Google wegen seiner Shopping-Suche mit einer Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,42 Milliarden Euro. Der US-Gigant hat seinen Einfluss missbraucht, meint die EU-Kommission - und handelt.

„Google hat (...) seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht“, erklärte die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager am Dienstag in Brüssel. Der US-Konzern habe „seinen eigenen Preisvergleichsdienst in seinen Suchergebnissen ganz oben platziert und Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft“.

Die Geldbuße ist mehr als doppelt so hoch wie die bislang höchste Kartellstrafe von 1,06 Milliarden Euro, die die europäischen Wettbewerbshüter 2009 dem Chipkonzern Intel aufgebrummt hatten. Die EU-Kommission verlangt, dass Google das beanstandete Verhalten innerhalb von 90 Tagen abstellt. Sonst drohen Zwangsgelder von bis zu 5 Prozent des durchschnittlichen weltweiten Tagesumsatzes seiner Muttergesellschaft Alphabet.

In der Shopping-Suche von Google werden prominent die von Händlern beim Internet-Konzern platzierten ausführlichen Anzeigen mit Fotos, Preisen und Links präsentiert. Diese Anzeigen sind Teil auch einer ganz normalen Google-Suche. Die EU-Kommission und einige Preissuchmaschinen betrachten das als Bevorzugung eigener Google-Dienste.

Der US-Internetgigant konterte in dem bereits seit 2010 laufenden Verfahren bisher, die mit Fotos und Details „verbesserten“ Suchergebnisse in der Shopping-Suche erleichterten den Nutzern die Auswahl und den Kontakt zu Händlern.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Geldwäsche: Deutsche Bank bekommt Bafin-Sonderaufpasser
Die Deutsche Bank bekommt von der Finanzaufsicht einen Sonderaufpasser verordnet. Er soll darüber wachen, dass Deutschlands größtes Geldhaus Geldwäsche ausreichend …
Geldwäsche: Deutsche Bank bekommt Bafin-Sonderaufpasser
CDU schließt Steuergeld zur Lösung der Dieselkrise nicht aus
Bald sollen Millionen Dieselbesitzer Klarheit bekommen. Regierung und Autoindustrie ringen aber noch um neue Maßnahmen gegen Fahrverbote wegen zu schmutziger Luft in …
CDU schließt Steuergeld zur Lösung der Dieselkrise nicht aus
Millionen Deutsche müssen mit Niedriglöhnen auskommen
Am deutschen Arbeitsmarkt ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei der Frage nach der Qualität der Arbeit kommen viele soziale Faktoren ins Spiel. Sorgen macht vor allem …
Millionen Deutsche müssen mit Niedriglöhnen auskommen
Paris will ausländische Lastwagen zur Kasse bitten
Paris (dpa) - Die Pariser Regierung will ausländische Lastwagen für die Nutzung französischer Straßen zur Kasse zu bitten.
Paris will ausländische Lastwagen zur Kasse bitten

Kommentare