Gratis telefonieren im Tausch gegen das alte Handy

- Mobil, pfiffig und multifunktionell sollen sie sein, die Handys der jüngsten Generation. Kein Wunder, dass ein Hightech-Gerät das andere ablöst und mancher kleine Piepser im Nu wieder ausgemustert wird. Doch jetzt lässt sich auch mit alten, kaputten Geräten Profit machen und nebenbei sogar noch Umweltschutz betreiben.

<P>Bis Mitte Oktober kann man im Rahmen einer bundesweiten Handy-Recycling-Aktion sein ausrangiertes Gerät einschicken und erhält als Bonus für sein ökologisches Engagement Gratis-Telefonminuten bei dem Münchner Unternehmen Dumont & Dearest GmbH. Dieses hat sich für die Aktion über 2400 Apotheken des Marketing Vereins Deutscher Apotheker (MVDA) ins Boot geholt.</P><P>Apotheker Sigurd Kuepper, Mitglied im MVDA, ist vom Erfolg der Aktion überzeugt: "Dass man alte Mobiltelefone nicht einfach in den Müll wirft, ist den meisten klar." Schließlich enthielten Batterien, Display und andere Bestandteile gefährliche Schadstoffe. Kuepper: "Ich kenne viele, die deshalb nicht wissen, was sie mit ihren alten Handys machen sollen. Jetzt kann ich ihnen sagen, wohin damit."</P><P>Leichte Entsorgung</P><P>Die Entsorgung der "mobilen Altlasten" wird dem Handybesitzer leicht gemacht: Man holt sich bei den Apotheken  einen dort ausliegenden Umschlag, legt sein Gerät hinein, schreibt seinen Absender darauf und wirft das Kuvert ohne Marke in den nächsten Briefkasten.</P><P>Die alten Handys werden bei Dumont & Dearest, Betreiber des Kundentreuesystems Pipps, eingesammelt und von der Greener Solutions GmbH auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft. Was intakt ist, wird weiterverwendet. Defekte Geräte oder Bestandteile werden entsorgt.</P><P>50 Festnetzminuten frei</P><P>Für die Mühe gibt es dann pro Altgerät fünf Handy-Freiminuten beziehungsweise 50 Freiminuten im Festnetz. Und auch das funktioniert ganz einfach: Durch den Absender auf dem Kuvert hat man sich für die kostenlosen Telefonminuten von Pipps registriert. Innerhalb weniger Wochen flattert dann der Code ins Haus, über den man den Bonus einfach selbst aufladen kann.</P><P>Dumont & Dearest-Gründer Peter Dumont ist zufrieden: "Wir haben bereits ein tolles Feedback bekommen", berichtet er. Für die Apotheken bringe die Aktion einen Imagegewinn, die Kunden wiederum könnten unabhängig vom Netzbetreiber sofort ihren Bonus nutzen - und das mit einer bisherigen Auslastung der Freiminuten von 81 Prozent: "Der unmittelbare Nutzen ist der zentrale Punkt, und das ist es auch, was die Kunden wollen."</P>

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