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Ein Mann montiert kurz vor Öffnung der IT -Messe Systems in München eine Anzeigetafel.

Computermesse Systems

"Green IT" Trendthema bei Computermesse Systems

München - Unter großem Besucherandrang hat am Dienstag die Computermesse Systems in München ihre Pforten geöffnet. Trendthema des Branchentreffs ist die "Green IT", also die umwelt- und ressourcenschonende Computertechnik.

Daneben liegen die Schwerpunkte auf der IT-Sicherheit sowie auf mobiler Kommunikation. Bis Freitag (24. Oktober) werden rund 40 000 Besucher erwartet. Als Branchentreff habe die Systems auch eine "Barometerfunktion" für die wirtschaftliche Entwicklung der IT-Märkte, sagte Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München GmbH.

Die Zahl der Aussteller ist im Vergleich zum vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. 1061 Firmen und Institutionen präsentieren in diesem Jahr neue Produkte und Dienstleistungen rund um Computer, Software und Telekommunikation. Für das Vorjahr hatte die Messe München noch 1198 Aussteller gemeldet. Mit dem Rückgang sei angesichts des wirtschaftlichen Umfelds und der Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten, deren Auswirkungen auch die IT-Branche zu spüren bekomme, zu rechnen gewesen, sagte Dittrich. Dennoch sei die Stimmung unter den Ausstellern gut gewesen. "Es gibt keinen Grund zur Panik."

Die Anwendungsgebiete von "Green IT" reichen von Kosten- und Stromeinsparung bei der Kühlung von Servern in großen Rechenzentren über Recycling von Hardware-Komponenten bis hin zu energieeffizienten Notebooks. Ökologisch angelegte Computertechnik treffe den Nerv der Zeit, sagte Dittrich.

Für Interesse bei den Besuchern sorgte auch der zweite Schwerpunkt, die Sicherheit von Daten und Technik. "Es wird immer wichtiger für Unternehmen und Privatpersonen, auf IT-Sicherheit zu setzen", sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI). Der zunehmende Einsatz von Technik im alltäglichen Leben begünstige auch die kriminelle Entwicklung. Deshalb müsse sich der Computer-Nutzer der Risiken bewusst sein und auch dementsprechend handeln.

Als Wachstumsbremse sieht die IT-Branche den anhaltenden Mangel an Fachkräften. 45 000 offene Stellen gibt es nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) für IT-Experten. "Wir büßen in Deutschland Umsätze in Milliardenhöhe ein, weil die Arbeitskräfte fehlen", sagte Dittrich. Mit einem speziellen Job-Tag wollen verschiedene Firmen am Freitag auf der Systems um Nachwuchskräfte werben.

(dpa)

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