Greenspan bereitet Zinserhöhung vor

- Washington - Der Chef der amerikanischen Notenbank stimmt die weltweiten Aktien- und Devisenmärkte auf eine Zinserhöhung ein. Vor dem Bankenausschuss im Senat sagte Alan Greenspan, er halte die meisten US-Banken gut gewappnet für eine mögliche Zinserhöhung. Viele könnten sogar von höheren Zinsen profitieren. Deflation jedenfalls sei keine Gefahr mehr. Darüber hinaus hält Greenspan jetzt die Lage in der amerikanischen Wirtschaft für deutlich verbessert.

<P>Analysten sehen in diesen Aussagen eine erste Vorbereitung des obersten Währungshüters auf eine Zinserhöhung in den USA. Seit dem scharfen Anstieg der Verbraucherpreise im März um 0,5 Prozent wächst die Neigung der US-Notenbank, die Leitzinsen zu erhöhen. Dazu kommen weitere, teils überraschend positive Konjunkturdaten, zum Beispiel vom Arbeitsmarkt, die auf ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum schließen lassen. Die US-Leitzinsen liegen seit fast zwei Jahren bei einem Prozent - dem tiefsten Stand seit 1958.<BR><BR>Obgleich die Zinswende bereits seit längerem in der Luft liegt, haben Greenspans Worte Wirkung gezeigt: Der Euro erreichte gestern ein Fünf-Monats-Tief. Die nächste Zinssitzung der US-Notenbank ist am 4. Mai.<BR></P>

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