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Ex-BayernLB-Vorstand Gehard Gribkowsky

Gribkowsky: Hinweise auf Formel 1 verdichten sich

München - In der Affäre um die ungeklärte Herkunft des Millionenvermögens von Ex-BayernLB-Vorstand Gehard Gribkowsky verdichten sich die Hinweise auf die Formel 1 weiter.

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Affäre Gribkowsky: Spur führt nach Österreich

Wie der “Stern“ (Donnerstag) berichtet, habe Gribkowsky in einer Firma von Formel- 1-Boss Bernie Ecclestone nach dem Verkauf der Bayern LB-Anteile an der Rennserie weitreichende Vollmachten bekommen und hätte sich so das Geld über ein komplexes Firmengeflecht auch selbst anweisen können. Gribkowsky war nach dem Deal mit den Formel-1-Anteilen der Landesbank Ende 2005 in den Aufsichtsrat der eigens vom Käufer CVC gegründeten Beteiligungsgesellschaft Alpha Prema eingezogen. Früheren Berichten zufolge war Gribkowsky zudem für zwei auf Jersey registrierte Firmen des weitverzweigten Reichs Ecclestones tätig: Delta Topco und Petara. Das Engagement bei Delta Topco ist im Geschäftsbericht 2007 der Bayern LB vermerkt.

Mandate bei großen Kapitalgesellschaften müssen laut Handelsgesetzbuch angegeben werden. Unklar ist, ob dies auch auf Petara zutrifft. Ebenfalls ungeklärt ist die Frage, ob Gribkowsky die Bank über diesen Job informiert hat. Weder die Bayern LB noch die Münchner Staatsanwaltschaft wollten sich in Hinblick auf das laufende Verfahren am Mittwoch dazu äußern. Die Ermittler werfen Gribkowsky vor, 50 Millionen Dollar für sein “Entgegenkommen“ beim Verkauf der Formel-1-Anteile der Bayern LB bekommen zu haben. Offen ist, wer die Summe gezahlt hat. Das Geld war über Umwege an eine Firma Gribkowskys in Österreich geflossen und dann in eine private Stiftung eingebracht worden. Gribkowsky sitzt seit gut einer Woche in Untersuchungshaft und schweigt nach Angaben der Staatsanwaltschaft bisher zu den Vorwürfen.

dpa

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