Griechen führen virtuelle Währung ein

Athen - Mit virtueller Währung gegen die Krise: Mitten in der massiven Euro-Schuldenkrise haben Griechen aus der Hafenstadt Patras die virtuelle Währung “Ovolos“ als Alternative zum Euro eingeführt.

Dabei geht es laut Internetseite des “Ovolos“-Vereins um eine Art Tauschhandel.

Wie Vereinssprecher Spyridon Goudevenos am Montag der dpa sagte, hatten sich seit der Gründung 2009 rund 2300 Mitglieder gemeldet. Ähnliche Bewegungen habe es auch in Argentinien in vielen Städten zur Zeit des Staatsbankrotts gegeben, sagte er. Der Verein sei vom Staat anerkannt. Über die virtuelle Währung hatte auch “Handelsblatt Online“ berichtet.

Goudevenos erklärte, das Prinzip sei einfach: Ein Mitglied biete eine Dienstleistung an, dadurch erwerbe er auf der Online-Plattform virtuelle “Ovolos“-Münzen. “Das ist die sogenannte Soziale Währung“, sagte Goudevenos. “Der Inhaber des “Ovolos“-Kontos kann dann sein fiktives Geld ausgeben, um sich Lebensmittel oder andere Gegenstände zu kaufen.“

Chronologie: Schuldenkrise im Euroland

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Voraussetzung für den Erfolg ist nach Ansicht des griechischen Finanzexperten und Steuerberaters Nikos Wroussis, dass es möglichst viele Mitglieder gebe, damit andere Teilnehmer nicht auf ihren virtuellen Konten sitzenbleiben. Auch in der mittelgriechischen Stadt Volos hat sich eine ähnliche Bewegung entwickelt. Diese veranstaltet hauptsächlich Tauschtreffen. Sie haben aber auch eine Währung. In der Regel wird dort Kleidung getauscht. Diese Bewegung soll rund 3000 Mitglieder haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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