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Ein Protestmarsch durch Athen begleitet am Mittwoch die weitreichenden Streiks in Griechenland.

Während Generalstreik

Griechenland gibt wieder Staatsanleihen aus

Athen - Vier Jahre nach dem ersten Hilferuf an die Europartner kehrt Griechenland mit längerfristigen Staatsanleihen an den Kapitalmarkt zurück. Unterdessen streikt das ganze Land.

Das Athener Finanzministerium teilte am Mittwoch mit, dass internationale Banken beauftragt worden seien, die Ausgabe einer Staatsanleihe mit fünfjähriger Laufzeit vorzubereiten, nannte aber zunächst keine Summe. Die Emission stehe unmittelbar bevor.

Aus Finanzkreisen verlautete, Athen strebt ein Volumen von 2,5 Milliarden Euro an. Die Zeichnung der mit Spannung erwarteten Anleihe solle ab Donnerstag erfolgen. Es ist der erste Verkauf einer länger laufenden Staatsanleihe, seitdem das Euro-Krisenland 2010 mit milliardenschweren Krediten vor der Pleite bewahrt wurde.

Die Entspannung in der Euro-Schuldenkrise und an den Finanzmärkten spielt Athen in die Hände, sich wieder eigenständig an die Finanzmärkte zu wagen. Die Investoren reißen sich derzeit um bereits vor Jahren ausgegebene griechische Staatsanleihen. Die Rendite für richtungsweisende zehnjährige Staatstitel fiel in den vergangenen Tagen auf etwas mehr als sechs Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit 2010, was die hohe Nachfrage widerspiegelte. Damals war Athen immer tiefer in die Schuldenkrise gerutscht, die Finanzmärkte verloren das Vertrauen, die Zinsen für die Schuldenaufnahme stiegen zeitweise auf mehr als 30 Prozent und waren damit für das Land nicht mehr zu stemmen.

Branchenübergreifender Streik im ganzen Land

Unterdessen hat ein auf 24 Stunden angelegter Generalstreik das öffentliche Leben in Griechenland am Mittwoch weitgehend lahmgelegt. Schiffe und Fähren zu den Inseln blieben am Morgen in den Häfen liegen, wie die Handelsmarine mitteilte. Auch die Bahn stellte den Dienst ein. Die Flughäfen und die U-Bahn in der Hauptstadt Athen hielten ihren Betrieb hingegen aufrecht. An dem Streik waren auch viele Apotheken beteiligt, die Neuregelungen in ihrer Branche kritisieren. Kliniken stellten einen Notbetrieb sicher.

Griechenland hatte im Jahr 2010 zur Abwendung eines Staatsbankrotts internationale Hilfe beantragt. Erst in der vergangenen Woche genehmigten die Finanzminister der Eurozone grundsätzlich eine weitere Kreditrate in Höhe von 6,3 Milliarden Euro. Im Gegenzug für die Hilfen, an denen auch der Internationale Währungsfonds beteiligt ist, muss Griechenland Spar- und Reformanstrengungen umsetzen, gegen die es immer wieder Proteste gibt.

dpa/afp

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