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Die Hilfe für Griechenland muss offenbar drastisch aufgestockt werden.

Brüderle: Athen-Gesamtpaket 135 Milliarden

Athen - Das Griechenland-Hilfspaket der Europäer und des Internationalen Währungsfonds hat nach Angaben von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle in drei Jahren ein Volumen von 135 Milliarden Euro.

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Die jährliche Belastung für Deutschland liege aktuell bei 8,4 Milliarden Euro. Die Risiken könnten aber weit größer sein: “Ich kann nicht ausschließen, dass es ein höherer Betrag wird“, sagte Brüderle am Mittwoch während einer Brasilien-Reise in Sao Paulo. Der Konsolidierungsbedarf liege in einer Größenordnung von am Ende wohl zwischen 100 und 120 Milliarden Euro, sagten Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin und SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann am Mittwoch nach einem Treffen mit den Chefs des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank, Dominique Strauss-Kahn und Jean-Claude Trichet. Trittin sagte, die 45 Milliarden Euro, von denen bis jetzt die Rede war, seien nur der Anfang. Es sei bewusst nachgefragt worden, wie es zu einer derart dramatischen Entwicklung habe kommen können.

Die Antwort sei ziemlich eindeutig gewesen: Das Zögern und Zaudern der Europäischen Union habe die Krise verstärkt, vertieft und den Konsolidierungsbedarf in diese Höhe getrieben. “120 Milliarden Konsolidierungsbedarf bedeutet, dass zwei Drittel durch die EU aufgebracht werden müssen, davon 20 Prozent von Deutschland“, fügte Trittin hinzu. Das wären 16 Milliarden Euro. Es sei notwendig, finanzielle Hilfen in dieser Größenordnung in absoluter Transparenz und unter Beteiligung des Bundestages auf den Weg zu bringen, sagte Trittin. Griechenland solle nach diesem Modell faktisch drei Jahre vom Markt genommen werden. Das sei notwendig für die Restrukturierung dort.

dapd/dpa

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