Griechenland kann auf acht Milliarden hoffen

Berlin - Griechenland kann auf die nächste Hilfszahlung von acht Milliarden Euro hoffen. Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen. Denn eine Frage ist nach wie vor ungeklärt.

Die Finanzkontrolleure der Europäischen Zentralbank (EZB), des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission stellen fest, dass die vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt worden seien. Das geht aus dem Bericht der “Troika“ hervor, der der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin vorlag.

Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen. Denn eine weitere wesentliche Frage - die der Schuldentragfähigkeit Griechenlands - ist nach wie vor ungeklärt.

Davon hängt ab, ob das hoch verschuldete Land langfristig in der Lage ist, die Krise zu meistern und weitere Hilfen der Partner Sinn machen. In der Diskussion ist daher auch ein Schuldenschnitt. Dann müssten Geldgeber auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

Dem Vernehmen nach gibt es über diesen Punkt weiter Streit unter den “Troika“-Partnern. Wie es hieß, soll der IWF skeptischer sein als die Europäer.

Gibt es endgültig grünes Licht, wäre es die inzwischen sechste Kredittranche für Athen. Im Mai 2010 hatten EU und IWF ein erstes Rettungspaket von insgesamt 110 Milliarden Euro geschnürt, aus dem die Zahlungen fließen.

Auf Grundlage des “Troika“-Berichtes wollten die Finanzminister der Euro-Zone nach bisherigen Plänen voraussichtlich noch an diesem Freitag über die Freigabe der Hilfen entscheiden. Auch der IWF muss zustimmen.

IWF und Weltbank: Was machen die eigentlich?

Krisenhelfer IWF und Weltbank: Was machen die eigentlich?

dpa

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