Athen: Steuersünder an den Pranger stellen

Athen - Die griechische Regierung will die Namen von Unternehmen im Internet veröffentlichen, denen umfangreicher Steuerbetrug vorgeworfen wird. Damit sollen die dürftigen Staatseinnahmen angekurbelt werden.

Das griechische Finanzministerium will die Namen hunderter Steuersünder veröffentlichen, die dem Staat mehr als 150 000 Euro schulden. “Das werden wir in den nächsten Tagen machen“, kündigte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos vor dem Parlament am Montagabend an. Seine Erklärung wurde am Dienstag vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlt. Vor allem die Namen größerer Unternehmen sollen zunächst bekanntgegeben werden, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa.

Aber auch einzelne Bürger werde das betreffen. Dazu werde grünes Licht von der Datenschutzbehörde erwartet, um dann die Namen publik zu machen, erklärte der Sprecher.

Um die dramatische Staatsschulden abzubauen, will die griechische Regierung verstärkt den Steuersündern an den Kragen gehen. Experten rechneten wiederholt vor, dass die griechischen Schulden binnen zehn Jahren abgetragen werden könnten, wenn es gelingt, die Steuerhinterziehung größtenteils einzudämmen.

dapd/dpa

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