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Griechenland rutscht tiefer in die Schuldenfalle.

Griechenland: Trotz Rettungspaket mehr Schulden

Brüssel - Griechenland rutscht trotz Milliardenhilfen und Sparmaßnahmen noch weiter in die Schuldenfalle: Die EU-Kommission musste Prognose für die Gesamtverschuldung korrigieren.

In ihrem Frühjahrsgutachten korrigierte die EU-Kommission korrigierte die Prognose für die Gesamtverschuldung im laufenden Jahr von 150 auf 157 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach oben. Im kommenden Jahr werde Athen sogar einen Schuldenstand von 166,1 Prozent des BIP anhäufen, gab die Kommission am Freitag bekannt.

Auch seine Neuverschuldung bekommt das Land trotz harter Sparmaßnahmen nicht in den Griff. Das Defizit werde 2011 noch bei 9,5 Prozent des BIP liegen, zwei Prozentpunkte höher, als noch im Herbst erwartet. 2012 werde es nur marginal auf 9,3 Prozent sinken, prognostizieren die Experten nun. Das wäre noch mehr als dreimal so hoch, wie vom Euro-Stabilitätspakt erlaubt.

Die Schuldensünder der Euro-Länder im Ranking

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Zugleich rutscht die Wirtschaft noch tiefer in die Rezession als befürchtet: Im laufenden Jahr erwartet Brüssel ein Minus von 3,5 Prozent gegenüber einem Minus von 3 Prozent im Herbstausblick. Im vergangenen Jahr war die Konjunktur in Griechenland um 4,5 Prozent eingebrochen. Immerhin sieht die Kommission weiter eine Rückkehr zum Wachstum im kommenden Jahr von plus 1,1 Prozent.

Auch für Euro-Sorgenkind Portugal haben sich die Aussichten weiter eingetrübt: Die Wirtschaft in dem Südland, das ebenfalls Milliardenhilfe bekommen soll, werde 2011 um 2,2 Prozent schrumpfen, berechneten die EU-Experten. Im kommenden Jahr sehen sie ein Minus von 1,8 Prozent. Noch im Herbst war die Rückkehr zu einem schwachen Wachstum von 0,8 Prozent für 2012 vorausgesagt worden. Das Defizit für 2011 wird demnach bei 5,9 Prozent und 2012 bei 4,5 Prozent liegen, der Gesamtschuldenstand auf 107,4 Prozent des BIP hochschnellen. Das sind 15 Prozentpunkte mehr, als noch vor sechs Monaten prognostiziert.

So wollen die EU-Staaten sparen

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Weitgehend stabil ist der Ausblick dagegen für Irland, den dritten Staat am Euro-Tropf: Die Wirtschaft auf der grünen Insel fasst demnach wieder Tritt, mit 0,6 Prozent Wachstum in diesem und 1,9 Prozent im kommenden Jahr. Das Defizit könnte das Land sogar etwas schneller abbauen als zuvor berechnet, von 32,4 Prozent im vergangenen auf 8,8 Prozent im kommenden Jahr. Der Gesamtschuldenstand dagegen wächst etwas schneller als erwartet von 112 Prozent in diesem auf 117,9 Prozent im kommenden Jahr.

dapd

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