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Auch die Nationalbank hat Anträge auf Liquiditätshilfe gestellt. Foto: Yannis Kolesidis/Archiv

Griechische Banken beantragen Liquiditätshilfe

Athen (dpa) - Gut eine Woche vor den Parlamentswahlen in Griechenland haben vier Banken des Landes Anträge auf Liquiditätshilfe gestellt. Wie die Nachrichtenagentur ANA-MPA am Samstag unter Berufung auf Kreise aus dem Bankensektor meldete, ist die Maßnahme vorbeugend gedacht.

Bereits am Freitag hatten zwei der Geldhäuser diesen Schritt bestätigt. Der Antrag auf Liquiditätshilfe im Notfall bedarf der Zustimmung der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die Nationalbank, die Alpha Bank, die Eurobank und die Piraeus Bank wollen damit laut Bericht möglichen Kapitalengpässen zuvorkommen. Aus Angst vor politischen Turbulenzen hatten die Griechen Ende 2014 rund drei Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben. Weitere Gründe sind laut ANA-MPA die verstärkte Beteiligung der Banken am Kauf kurzfristiger griechischer Schuldtitel und Probleme von Kreditnehmern mit der Aufwertung des Schweizer Frankens.

In Griechenland zeichnet sich am 25. Januar ein Regierungswechsel ab: Umfragen zeigen einen Vorsprung der Linkspartei Bündnis der radikalen Linken (Syriza) von Alexis Tsipras. Dieser strebt einen Schuldenschnitt und ein Ende der harten Sparpolitik an.

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