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Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras will das Land 2018 aus der Krise führen. Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE
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Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras will das Land 2018 aus der Krise führen. Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE

Weniger schnell als erwartet

Griechische Wirtschaft wächst 2017

Das Euro-Sorgenkind kämpft sich aus der Krise, allerdings weniger schnell als erhofft. Die Wirtschaftsleistung liegt immer noch ein Viertel hinter dem Niveau des Jahres 2008 zurück.

Athen (dpa) - Erstmals seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 ist die griechische Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs - wenn auch mit gebremstem Tempo zum Jahresende. Im Gesamtjahr 2017 legte die Wirtschaftsleistung um 1,4 Prozent zu, wie das nationale Statistikamt Elstat mitteilte.

Im 4. Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt allerdings - im Vergleich zum 3. Quartal - nur noch um 0,1 Prozent, nach 0,4 und 0,7 Prozent in den Vierteljahren zuvor. Zudem verfehlte das Wirtschaftswachstum 2017 die Erwartungen des Finanzministeriums und der EU-Kommission, die beide mit 1,6 Prozent gerechnet hatten.

Für das laufende Jahr sind die Erwartungen optimistischer: Sowohl Athen als auch Brüssel trauen der Wirtschaft des Euro-Krisenlandes 2018 ein Wachstum von 2,5 Prozent zu.

Mit dem gleichen Wachstumstempo rechnet die EU-Kommission für 2019. Bis die Wirtschaftskraft Griechenlands wieder das Vorkrisenniveau erreicht, wird indes noch viel Zeit vergehen: Aktuell liegt die Wirtschaftsleistung etwa ein Viertel hinter dem Jahr 2008 zurück.

Die tiefen Spuren der jahrelangen Krise zeigen sich vor allem am Arbeitsmarkt. Zwar ist die Arbeitslosigkeit nicht mehr so hoch wie vor drei, vier Jahren mit 25 bis 27 Prozent, sie liegt mit knapp unter 21 Prozent aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Zudem beruhen mehr als 60 Prozent der neu geschaffenen Jobs auf Teilzeit- oder Gelegenheitsarbeit.

Griechenland wird seit 2010 mit Milliarden-Hilfskrediten von Europartnern und IWF vor der Staatspleite bewahrt; im Gegenzug musste sich das ohnehin angeschlagene Land zu Reformen und harten Sparmaßnahmen unter anderem in das Sozialsystem verpflichten. Das dritte und bislang letzte Hilfsprogramm läuft im August 2018 aus.

Ministerpräsident Alexis Tsipras hofft, dass der griechische Staat sich dann wieder aus eigener Kraft Geld am Kapitalmarkt leihen kann. Nach Auffassung des IWF sind dazu allerdings weitere Schritte nötig, um die nach wie vor riesige Schuldenlast zu mildern. Diskutiert werden niedrigere Zinsen oder eine zeitlich gestreckte Tilgung. Ein direkter Schuldenschnitt steht nicht zur Debatte.

Elstat-Mitteilung

Winterprognose der EU-Kommission zu Griechenland

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