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Athen muss weiter sparen und reformieren. Foto: Alkis Konstantinidis

Weitere Finanzspritzen nötig

Griechische Wirtschaft wächst überraschend wieder

Hoffnungsschimmer für Griechenland: Die Wirtschaft ist wieder gewachsen. Athen muss aber noch viele Probleme lösen. Kontrolleure prüfen den Werdegang der Reformen.

Athen (dpa) - Die griechische Wirtschaft ist im dritten Quartal überraschend gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Krisenlandes habe gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent zugelegt, teilte das nationale Statistikamt Elstat mit.

Volkswirte hatten eigentlich mit einer Schrumpfung um 0,2 Prozent gerechnet. Über dem Berg ist Athen jedoch nicht. Es braucht weitere Finanzspritzen. Dafür sind weitere Reformen nötig. Aus diesem Grund haben neue Kontrollen der Gläubiger am Montag begonnen.

Auch im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres ist die Wirtschaftsleistung überraschend gewachsen. Die Statistiker beziffern den Zuwachs auf 1,2 Prozent. Experten hatten hier eine Stagnation erwartet.

Athen muss aber weiter sparen und reformieren: Im Mittelpunkt der neuen Kontrollen der Gläubiger stünden Reformen im Bereich Arbeitsrecht sowie der Werdegang der Privatisierungen, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen.

Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras hofft, dass diese Kontrollen bis Ende November erfolgreich abgeschlossen werden. Anfang Dezember erwarten die Euro-Finanzminister den Bericht der Kontrolleure. 

Er ist Bedingung für die Auszahlung weiterer Finanzspritzen an das von der Pleite bedrohte Land. Insgesamt ist in dem im vergangenen Jahr mühsam ausgehandelten Hilfsprogramm ein Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro vorgesehen. Zudem laufen Diskussionen darüber, wie der riesige griechische Schuldenberg reduziert werden könnte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezweifelt, dass die Kreditlast von 315 Milliarden Euro "tragfähig" ist, dass Athen sie also aus eigener Kraft jemals bewältigen kann. Deutschland will aber nicht über Erleichterungen beim Schuldendienst reden.

Statistisches Amt

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