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An der griechischen Börse geht die Nervosität um.

Internationale Börsen entspannt

Griechischer Aktienmarkt mit deutlichen Verlusten

Athen - Der Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza ist den Anlegern in Athen sauer aufgestoßen: Der Leitindex ASE rutschte im frühen Handel deutlich ab. Die anderen Börsen reagierten entspannt.

Das Wahlversprechen von Syriza-Chef Alexis Tsipras lautete, die Sparmaßnahmen in dem hoch verschuldeten Euro-Krisenland zurückzudrehen.

Er signalisierte den EU-Partnern aber noch in der Wahlnacht Gesprächsbereitschaft für eine "gerechte und praktikable Lösung". Die Experten der Liechtensteiner VP Bank hoben hervor, dass Tsipras in den vergangenen Wochen seine Rhetorik bereits deutlich abgemildert habe.

Die Anleger an den internationalen Börsen haben hingegen vergleichsweise entspannt auf den Wahlsieg von Tsipras reagiert. Am deutschen Aktienmarkt zeigte sich der Leitindex Dax am Morgen kaum beeinträchtigt. In der ersten Handelsstunde pendelte er um seinen Freitagsschluss von rund 10 650 Punkten. Allerdings hatte der Dax mit der angekündigten Billionen-Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) im Rücken in der vorigen Woche gleich mehrere Rekorde hintereinander geschafft. Ähnlich sah das Bild beim Eurostoxx 50 als Leitindex der Eurozone aus.

Nach der Griechenlandwahl wollen die Euro-Finanzminister zwar noch an diesem Montag über den weiteren Weg des Krisenlandes sprechen. Konkrete Beschlüsse sind allerdings nicht geplant. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben Griechenland bislang mit Darlehen in Höhe von rund 240 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen. In der Eurogruppe wird über eine Verlängerung des griechischen Rettungsprogramms über den 28. Februar hinaus nachgedacht.

Die wichtigste asiatische Börse in Tokio hatte zuvor mit nur geringen Verlusten auf den Wahlsieg der griechischen Linkspartei reagiert. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gab leicht um 0,25 Prozent auf 17 468,52 Punkte nach.

Für Zulauf sorgte der Wahlausgang bei deutschen Staatsanleihen. Sichere Anleihen seien gesucht. Im Gegenzug zu Kursanstiegen fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf ein Rekordtief von 0,34 Prozent. Die Rendite zeigt den faktischen Preis an, der für frisches Geld am Kapitalmarkt gezahlt werden müsste.

dpa

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