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Im Visier der Staatsanwaltschaft ist Siemens in Griechenland: Jetzt wurde Anklage gegen den ehemaligen Chef der Telefongesellschaft OTE erhoben.

Griechischer Siemens-Skandal: Neue Anklage

Athen - Im Skandal um angebliche Siemens-Schmiergelder hat die griechische Justiz am Freitag den amtierenden Chef der Telefongesellschaft OTE wegen Untreue angeklagt.

Panagiotis Vourloumis soll zusammen mit einem technischen Chef der Firma zwischen 2003 und 2007 zu überhöhten Preisen Verträge mit Siemens und dem griechischen Elektronik-Unternehmen Intracom unterzeichnet haben.

Hierdurch habe die griechische Telecom Millionen Euro verloren. Das berichteten griechische Medien am Freitag. Die vereinbarten Preise sollen der Anklage nach “weit höher“ als Richtwerte des Unternehmens gewesen sein.

30 Prozent der ehemals staatlichen OTE gehören der Deutschen Telekom. In Griechenland schlägt der Siemens-Schmiergeldskandal seit Wochen immer höhere Wellen: Der frühere griechische Verkehrs- und Transportminister Tassos Mandelis hatte gestanden, 1998 Schmiergelder in Höhe von mindestens 450 000 Mark kassiert zu haben.

Das Geld sei als “Sponsorenzuschuss“ auf ein Konto in der Schweiz eingezahlt worden, sagte der sozialistische Ex-Minister vor einem Untersuchungsausschuss des Parlamentes in Athen. Mandelis wurde nicht festgenommen, er darf aber vorerst das Land nicht verlassen. Steuerfahnder haben in den vergangenen Wochen wiederholt die Büros von Siemens in Griechenland durchsucht.

Nach von der griechischen Presse verbreiteten Schätzungen könnte Schmiergeld in einer Gesamthöhe von bis zu 100 Millionen Euro an Politiker und Funktionäre geflossen sein. Bereits vor drei Jahren hatte ein anderer hoher Funktionär der Sozialisten gestanden, er habe eine Million Mark in einem Koffer von Siemens-Mitarbeitern erhalten und sie in die Kasse der Sozialistischen Partei (Pasok) eingezahlt.

dpa

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