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Künftig werden im Werk Spartanburg (South Carolina) bis zu 450.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen.

Topmodell X7 geplant

Größtes BMW-Werk bald in USA

Spartanburg/München – BMW baut sein Werk in den USA zur größten Produktionsstätte von Autos im gesamten Konzern aus. Künftig werden im Werk Spartanburg (South Carolina) bis zu 450.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen.

Damit wird das dortige Werk das bisher größte in Dingolfing überholen, in dem im abgelaufenen Jahr 343 000 Autos montiert wurden. Allein der Kapazitätszuwachs von 150 000 Autos sei „mehr als die Produktion, für die das Werk Spartanburg bei seiner Gründung 1994 ausgelegt wurde“, betonte Konzernchef Norbert Reithofer.

Das rasante Wachstum spiegelt auch den Erfolg der geländegängigen X-Reihe von BMW wider. Denn Spartanburg ist konzernintern das Kompetenzzentrum für diese Reihe. Deren Marktpotenzial schätzten Marketingexperten ursprünglich auf höchstens 50 000 pro Jahr, sagte Reithofer. Im letzten Jahr wurden aber in Spartanburg 300 000 dieser Modelle gebaut. Darin sind die in Leipzig produzierten X1 noch nicht enthalten. Und die Entwicklung geht weiter.

Neben X3, X5 und X6 wird in der größeren von zwei Produktionslinien auch der neue X4 gebaut. Außerdem kündigte Reithofer gestern ein neues Topmodell der X- Reihe an, den X 7. „Unsere Kunden in den USA fordern ein größeres Auto als den X5“, sagte er. Eine große Nachfrage sieht er auch in China. Doch auch in Europa könnte der X7 angeboten werden. „Wir bringen ihn, wo Kunden es wollen. Wir können einen Markt nicht ignorieren.“

Probleme bei Verbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß sieht er nicht: „Es macht nicht viel aus, wenn er ein bisschen höher ist.“ In die Erweiterung investiert BMW eine Milliarde US-Dollar. Es werden auch zusätzlich 800 Arbeitsplätze geschaffen. Damit beschäftigt das Werk 8800 Menschen. Durch das Werk in Spartanburg ist BMW vor General Motors, Ford und Chrysler der größte US-Autoexporteur in Länder außerhalb Nord-Amerikas. Die US-Regierung will BMW zum Musterbeispiel für seine Industrieansiedlungspolitik machen. Handelsministerin Penny Pritzker hat, wie sie sagt, die Absicht, „weitere Weltklasse-Firmen wie BMW“ für Investitionen in den USA zu gewinnen, „die gute Jobs in den USA schaffen können“.

mp

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