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Die National Bank of Greece fusioniert vorerst nicht mit der Eurobank.

Pläne vorerst gestoppt

Griechische Großbanken fusionieren nicht

Athen - In Griechenland werden die Bankkunden durch den Stopp der geplanten Fusion der beiden größten Banken aufgeschreckt. Das Beispiel Zypern mit der Zwangsabgabe zur Sanierung löst Nervosität aus.

Die seit Monaten geplante Fusion des größten griechischen Kreditinstituts, der National Bank of Greece (NBG), mit dem zweitgrößten Geldhaus, der Eurobank, wurde überraschend gestoppt. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des griechischen Finanzministeriums erfuhr, haben dies die Experten der internationalen Geldgeber Athens gefordert.

Der Stopp löste Unruhe an der heimischen Börse aus, denn auch die Banken Griechenlands sind stark angeschlagen. Finanzminister Ioannis Stournaras versicherte, dass die Geldeinlagen bei griechischen Banken „absolut sicher“ seien. Er reagierte damit auf Gerüchte, der Fusionsstopp könnte in Zusammenhang mit der Bankensanierung -und Zerschlagung auf Zypern stehen, bei der größere Anleger durch Zwangsabgaben zur Kasse gebeten werden.

Aktien gehen auf Talfahrt

Die Zentralbank Griechenlands hatte zuvor mitgeteilt, dass es im griechischen Bankensektor vorerst keinen weiteren Zusammenschluss geben werde. Vielmehr habe die Rekapitalisierung der Geldinstitute Vorrang, die bis Ende April erfolgen soll, geht aus einer Erklärung der Eurobank vom Montag hervor. Bislang war in Griechenland der Kurs gefahren worden, den Bankensektor durch Zusammenschlüsse zu sanieren.

Doch die Fusion der beiden größten Banken NBG und Eurobank hätte eine für griechische Verhältnisse gigantische Bank mit Einlagen entstehen lasse, die der Wirtschaftskraft des Landes von jährlich 170 Milliarden Euro entsprochen hätte.

An der Börse gab es eine Talfahrt der Aktien der beiden Banken. Der Index erholte sich jedoch später. „Ich befürchte keine neuen Erschütterungen“, fügte Stournaras hinzu.

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„Die Vorstände der beiden großen Banken werden (nach Rekapitalisierung) entscheiden, wie es weitergeht“, sagte ein hoher Funktionär des Finanzministeriums der dpa. Letztendlich werde es der Griechische Finanz-Stabilitätsfonds HFSF (Hellenic Financial Stability Fund) sein, der das Geld für die Rekapitalisierung bereitstellen werde, hieß es. Für die Rekapitalisierung der beiden Banken sind nach Expertenschätzungen rund 15 Milliarden Euro nötig.

Die Geldgeber greifen den griechischen Banken mit 50 Milliarden Euro unter die Arme, wie im Dezember beschlossen worden war. Die Troika aus Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) prüfen zurzeit die Bücher und den Fortschritt der Reformen in Athen.

Im angeschlagenen griechischen Bankensektor zeichnet sich eine Konzentration auf vier Konzerne ab. Ende Juli 2012 hatte die Piraeus Bank einen Teil der ATE Bank und anschließend auch die Geniki Bank übernommen. Die Alpha Bank übernahm im Herbst 2012 die Emporiki Bank.

dpa

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