+
Das Pflegen von Angehörigen könnte künftig vom Arbeitgeber unterstützt werden.

Große Unternehmen wollen Pflegezeit gewähren

Essen - Wer Angehörige zu Hause pflegt, könnte künftig von seinem Arbeitgeber dabei unterstützt werden. Große Unternehmen wollen ihren Angestellten eine Pflegezeit gewähren.

Mehrere große deutsche Unternehmen wollen ihren Beschäftigten künftig eine Familienpflegezeit gewähren. Wie Familienministerin Kristina Schröder (CDU) den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Donnerstagsausgabe) sagte, wollen Deutsche Post, Deutsche Telekom, Airbus Deutschland, der Reifenhersteller Continental, der Stahlerzeuger Georgsmarienhütte und der Pharmabetrieb Roche Diagnostics ihren Beschäftigten das neue Teilzeitmodell vom 1. Januar 2012 an ermöglichen.

Beschäftigte können demnach ihre Arbeitszeit maximal zwei Jahre für die Pflege von Angehörigen auf bis zu 15 Wochenstunden reduzieren. Die Lohneinbußen werden auf mehrere Jahre verteilt. Vor der Bundestagsentscheidung am (morgigen) Donnerstag über die Einführung der neuen Familienpflegezeit sagte Schröder weiter, dass außerdem Henkel, die Commerzbank, Lanxess und BASF Interesse bekundet hätten.

Die familienpolitische Sprecherin der SPD, Caren Marks, bemängelte gegenüber den Zeitungen der WAZ-Gruppe, dass Arbeitnehmer nach dem Gesetzentwurf keinen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit haben. “Da ist Frau Schröder vor der FDP eingeknickt“, sagte sie. Außerdem werde das neue Modell “nicht dazu beitragen, dass die Pflegearbeit partnerschaftlicher zwischen Frauen und Männern aufgeteilt wird“.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Telekom-Chef: „Kunden sollen nicht mehr ganzen Tag auf Techniker warten“
Wer hat noch nie stunden- und tagelang auf einen Telekom-Techniker gewartet? Der Konzern wird den Service jetzt deutlich verbessern - verspricht Boss Timotheus Höttges.
Telekom-Chef: „Kunden sollen nicht mehr ganzen Tag auf Techniker warten“
Neues Bezahlgefühl: Italien schafft diese Münzen ab
Im Italien-Urlaub müssen sich Deutsche künftig umstellen. Denn das Land wird sehr bald zwei Münzen aus dem Zahlungsverkehr nehmen.
Neues Bezahlgefühl: Italien schafft diese Münzen ab
Deutsche Autobauer fluten nicht amerikanischen Markt
Dem US-Präsidenten fahren in seiner Heimat zu viele deutsche Autos herum - während amerikanische Konzerne in der Bundesrepublik zu wenig vertreten seien. Eine …
Deutsche Autobauer fluten nicht amerikanischen Markt
Für 240 Millionen Dollar: US-Unternehmen kauft Skihersteller Völkl
Der niederbayerische Sportartikelhersteller Völkl wechselt erneut den Eigentümer. Zukünftig wird das Unternehmen zu einem anderen US-Konzern gehören. 
Für 240 Millionen Dollar: US-Unternehmen kauft Skihersteller Völkl

Kommentare