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Wegen Bestechungsvorwürfen haben Staatsanwaltschaft und Polizei bei einer bundesweiten Razzia am Mittwoch rund 20 Büros und Privatwohnungen durchsucht. Darunter war auch die Zentrale von Media-Saturn in Ingolstadt, Europas größter Elektronikmarkt-Kette.

Media-Saturn will mit Behörden kooperieren

Ingolstadt - Bei einer bundesweiten Razzia wurden Büros und Privatwohnungen der Elektronikmarkt-Kette durchsucht. Gegen sechs Beschuldigte wird ermittelt, die Firma will zur Aufklärung beitragen.

Die größte deutsche Elektronik-Handelskette Media-Saturn hofft nach einer groß angelegten Razzia am Mittwoch auf eine rasche Aufklärung der Bestechungsvorwürfe. “Wir werden vollumfänglich mit den Behörden kooperieren“, erklärte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag am Firmensitz in Ingolstadt.

Media-Saturn hatte bei einer internen Überprüfung Unregelmäßigkeiten festgestellt und die Justiz eingeschaltet. Das Unternehmen betreibt rund 240 Geschäfte unter dem Namen Media Markt und rund 140 Saturn-Märkte.

Am Mittwochmorgen durchsuchten Staatsanwaltschaft und Polizei mehrere Büros und Privatwohnungen, darunter auch die Zentrale des Unternehmens. Die Ermittler stellten Dokumente und Computerfestplatten sicher, die nun ausgewertet werden sollen.

Insgesamt wird nach Angaben der Augsburger Staatsanwaltschaft gegen sechs Beschuldigte ermittelt. Drei davon sind nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (Donnerstag) Manager bei Media-Saturn. Einer von ihnen gehöre der neunköpfigen Geschäftsführung der Media-Saturn-Holding an. Die Vorwürfe sollen in Zusammenhang mit Geschäften von Media-Saturn mit Dienstleistern und Lieferanten stehen.

Die Augsburger Allgemeine(Donnerstag) berichtete, Manager von Media-Saturn stünden unter Verdacht, Bestechungsgelder von mehreren Millionen Euro erhalten zu haben. Der Firmensprecher äußerte sich nicht dazu.

dpa

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