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“Die Züge müssen ordentlich sein, die Produkte müssen stimmen: Pünktlich und in guter Bahnchef Rüdiger Grube: Qualität“.

Zusätzliche Züge wegen Pilotenstreiks

Bahn hilft gestrandeten Flugpassagieren

Frankfurt/Main/Berlin - Wegen des Pilotenstreiks bei der Lufthansa hat die Deutsche Bahn zusätzliche Züge eingesetzt. Wegen der ICE-Technikprobleme gibt es jedoch weiter Behinderungen.

Im Vergleich zu den üblichen 330 000 Fernverkehrs-Kunden am Tag sei die Reisendenzahl aber “nur geringfügig höher“ gewesen, teilte der bundeseigene Konzern in Berlin mit. Die Züge hätten die zusätzlichen Reisenden aufnehmen können.

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In Abstimmung mit der Lufthansa wurden auf einigen Strecken Zusatzzüge eingesetzt oder die Platzkapazitäten erhöht. An mehreren Bahnhöfen waren mehr Servicekräfte präsent.

ICE-Technikprobleme dauern an

Die ICE-Flotte ist wegen Technikproblemen gerade ausgedünnt. Bahnchef Rüdiger Grube bekräftigte, die Schwierigkeiten beheben zu wollen. “Die Züge müssen ordentlich sein, die Produkte müssen stimmen: Pünktlich und in guter Qualität“, sagte Grube der “Bild“-Zeitung (Montag). Die Bahn habe sich mit allen Herstellern geeinigt, die Probleme mit Achsen endlich in den Griff zu bekommen. Dies brauche aber Zeit: “Rund die Hälfte unserer 252 ICE-Züge ist betroffen. Die Arbeiten daran werden noch zwei bis drei Jahre dauern und teilweise zu Einschränkungen führen.“

Derzeit sind viele Züge sehr voll, da auf einigen Strecken nur kürzere ICE eingesetzt werden können. Teile der Flotte müssen häufiger zu Sicherheitsüberprüfungen in die Werkstätten als vorgesehen. Hinzu kommen Beeinträchtigungen wegen Winterwetters.

Sonderzüge wegen Pilotenstreik

Als Reaktion auf den Lufthansa-Streik setzte die Bahn am Montag zusätzliche Züge zwischen Köln und Hamburg sowie zwischen Köln und Berlin ein.

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Auf der Strecke Hamburg-Kassel-Nürnberg-München fuhren ICE-1-Züge, die mehr Plätze haben als die dort sonst eingesetzten ICE 2. Auch zwischen Köln und Frankfurt wurde die Platzkapazität erhöht. In den nächsten Tagen wolle die Bahn flexibel reagieren, sagte ein Sprecher. In Frankfurt, dem Standort des größten deutschen Flughafens, wurden am Montagmorgen zunächst keine größeren Streikauswirkungen bei der Bahn beobachtet.

“Am Hauptbahnhof ist das kaum merklich, und am Flughafen-Bahnhof sind es ein paar Reisende mehr. Von großem Gedränge kann aber keine Rede sein“, sagte ein Bahnsprecher. Die meisten Passagiere seien offensichtlich über die Medien informiert gewesen und hätten rechtzeitig umgeplant. Lediglich am Fernbahnhof des Flughafens seien einzelne Züge sehr voll gewesen und deshalb etwa fünf Minuten verspätet losgefahren. “Es ist aber keiner auf dem Bahnsteig zurück geblieben.“

dpa

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