Zug ins Grüne: Im Umland steigen die Häuserpreise

- München - Der Zug ins Grüne befördert die Häuserpreise im Münchner Umland weiter nach oben, während sie in München um bis zu drei Prozent zurückgingen. Der Herbstmarktbericht des Immobilienverbandes Süd (IV) weist aus, dass in München allein erschwingliche Reihenmittelhäuser in einfacher Lage, die es ab 280 000 Euro gibt, sich dem Abwärtstrend entziehen konnten.

Bei diesen Reihenmittelhäusern zogen die Preise innerhalb des letzten Jahres um 2,6 Prozent an. Im Umland erhöhten sich die Preise sogar um 4,2 Prozent. "In München gab es keine Mega-Abschläge, deshalb gibt es jetzt auch keine Mega-Preissteigerungen", kommentierte IV-Geschäftsführer Stephan Kippes die Lage.

Die Münchner Häuserpreise nähern sich wieder den Höchstpreisen des Jahres 2002. Ein frei stehendes Einfamilienhaus kostet in guter Wohnlage 650 000 Euro. Die höchsten Werte mit 770 000 Euro für ein frei stehendes Einfamilienhaus werden in Grünwald bezahlt, es folgen Starnberg mit 750 000, Oberhaching mit 698 000, Tutzing mit 685 000 und München mit 650 000.

Bei Eigentumswohnungen kommt der seit 1995 andauernde Abwärtstrend langsam zum Stillstand. Nachdem in Oberbayern seitdem der Quadratmeterpreis von 2648 auf 2012 gesunken war, ist er jetzt im Durchschnitt wieder auf 2036 gestiegen. In München kostet der Quadratmeter in guter Wohnlage inzwischen 2500 Euro, vor zehn Jahres waren es noch 2787 Euro gewesen. Die höchsten Preise werden für Tutzing (3200 Euro), Höhenkirchen (2800), Inning (2750), Schäftlarn und Murnau mit je 2600 Euro genannt.

Der Run auf die Immobilie wegen Wegfalls der Eigenheimzulage wird wohl ausbleiben. Die Käufer waren schneller als die Politiker und haben rechtzeitig vor Jahresende den Vertrag vor dem Notar unterschrieben. Makler Jan Schneider: "Wir haben das ganze Jahr gut verkauft und bis Weihnachten gibt es noch freie Notartermine." Kippes fügt an: "Der Boom der beiden letzten Zulage-Kaufwellen ist dieses Mal ein Bömschen."

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