Grüne Woche vermittelt Aufbruch

- Berlin - Die Deutschen Bauern blicken optimistisch in die Zukunft und wollen im laufenden Jahr mehr investieren als im Vorjahr. 46 Prozent der Ende 2005 befragten Landwirte planen Investitionen im kommenden Halbjahr, sagte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner am Freitag kurz vor Ende der Grünen Woche in Berlin. Vor einem Jahr seien es 41 Prozent gewesen. Das Geld soll unter anderem in Wirtschaftsgebäude, aber auch in Maschinen und Geräte fließen.

Der Index aus Einschätzung der aktuellen und der künftigen wirtschaftlichen Lage sei von 67 Punkten im letzten Quartal 2005 auf 88 Punkte im Dezember gestiegen. "Dies ist der beste Wert in den vergangenen vier Jahren und der steilste Anstieg überhaupt", sagte Sonnleitner. Die Beurteilungen in Nordwest- und Ostdeutschland seien positiver als bei Landwirten in Süddeutschland.

Sonnleitner zog eine positive Messe-Bilanz. "Diese 71. Grüne Woche ist eine Messe des politischen und wirtschaftlichen Aufbruchs." Sie bleibe ein Publikumsmagnet und die Aussteller seien mit den Umsätzen zufrieden. Dies berichtete auch die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA). Die Besucherzahlen seien trotz des Winterwetters zufrieden stellend. Die Messe mit 1639 Ausstellern aus 53 Ländern endet an diesem Sonntag. Zur Grünen Woche waren im Vorjahr 450 000 Menschen gekommen.

Zu den Agrarmärkten sagte Sonnleitner, die tierischen Märkte seien stabil und die Entwicklung werde positiv beurteilt. "Bereits im kommenden Jahr wird Deutschland mehr Schweinefleisch exportieren als importieren", prognostizierte der Bauernpräsident. Sorgenkind bleibe der Milchmarkt auch wegen des Preiskampfes im Handel.

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