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Dem Verkehrsminister Alexander Dobrindt wird vorgeworfen, im Audi-Abgas-Skandal bisher noch keinen Beitrag zur Aufklärung geleistet zu haben. 

Manipulation von CO2-Werten

Grünen-Politiker kritisiert Dobrindt wegen Audi: „Skandal“

Berlin - Nach dem Bekanntwerden weiterer Manipulationsvorwürfe bei Abgaswerten gegen Audi hat der grüne Verkehrspolitiker Oliver Krischer Verkehrsminister Alexander Dobrindt scharf kritisiert.

„Wieder einmal ist es eine US-amerikanische Behörde und keine deutsche, die Softwaremanipulationen bei deutschen Autobauern feststellt“, sagte Krischer der „Rheinischen Post“ (Montag). Dabei sei im Bericht des Kraftfahrtbundesamtes vom April nachzulesen, dass die Prüfer der Manipulation von Audi auf der Spur waren. Dobrindt habe sich stattdessen mit lapidaren Erklärungen abspeisen lassen.

Mit Audi zeige sich erneut, dass der Abgas-Betrug bei den Autokonzernen System habe. Der Bundesverkehrsminister habe bislang keinen Beitrag zur Aufklärung des Skandals geleistet. „Dass Dobrindt bis heute beim Abgas-Skandal nicht durchgreift, ist der Skandal im Skandal“, sagte der Grünen-Politiker.

Die „Bild am Sonntag“ hatte berichtet, die US-Umweltbehörde Carb habe im Sommer dieses Jahres eine weitere illegale Softwarefunktion in Audi-Modellen entdeckt. Diese habe Audi auch für die Manipulation von CO2-Werten für Diesel und Benziner in Europa verwendet. Bei der Carb war am Wochenende zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Das Bundesverkehrsministerium äußerte sich auf Anfrage nicht.

dpa

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