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Preissenkungen beim Strom kommen oft nicht ganz beim Kunden an.

Grünen werfen Stromkonzernen Abkassiererei vor

Berlin - Die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin Bärbel Höhn hat die Energiekonzerne aufgefordert, die gefallenen Einkaufspreisen an der Strombörse auch an die Kunden weiterzugeben.

Offenbar sei bisher die Wechselbereitschaft der Verbraucher noch nicht groß genug, “sonst würde die Weitergabe von Preissenkungen besser funktionieren“, sagte Höhn der “Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag).

Die energiewirtschaftliche Sprecherin der Grünen, Ingrid Nestle, betonte, “die steigenden Strompreise sind ein Symptom des nicht funktionierenden Wettbewerbs“ auf dem deutschen Markt.

Unter Berufung auf eine Studie der Grünen berichtete die Zeitung, dass die Stromkonzerne in diesem Jahr offenbar eine Milliarde Euro zuviel bei ihren Kunden abkassieren. Demnach seien die Preise an der Leipziger Strombörse seit 2008 um 30 bis 40 Prozent gesunken. Auf entsprechende Strompreissenkungen würden die Endverbraucher aber vergeblich warten, heißt es in der Analyse.

Im Durchschnitt 0,8 Cent pro Kilowattstunde an geringeren Beschaffungskosten hätten die Konzerne nicht an ihre Kunden weitergegeben. Bei einem gesamten Absatz in Deutschland von rund 131 Milliarden Kilowattstunden ergebe sich daraus eine Summe von einer Milliarde Euro, die den Verbrauchern vorenthalten würde.

dpa

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