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Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode hält eine Nahrungsmittelverpackung mit einer überdimensionalen Tabelle, die die Ampel-Kennzeichnung für Lebensmittel verdeutlicht. Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert die Pläne für schärfere Futtermittel-Kontrollen als "Alibi-Gesetz".

Bessere Nährwert-Infos für Verbraucher: EU stimmt dafür

Straßburg - Bessere und klarere Informationen für Verbraucher über die Inhaltsstoffe der Lebensmittel - dafür hat das EU-Parlament jetzt den Weg frei gemacht.

In Zukunft sind Angaben über Salz, Fett, Zucker und andere Inhaltstoffe auf den Verpackungen Pflicht. Das EU-Parlament stimmte am Mittwoch in Straßburg für die neuen Regeln, die frühestens ab 2014 verbindlich werden können.

Die von Verbraucherschützern favorisierte Ampel-Kennzeichnung hatte das Parlament in erster Lesung verworfen. Jetzt sprachen Verbraucherschützer von Etikettenschwindel und Erfolg der Nahrungsmittellobby. Die Bestimmungen brächten kaum Fortschritte für die Konsumenten, hieß es von der Organisation Foodwatch.

Nach den neuen Regeln müssen in ganz Europa Kalorien und die wichtigsten Nährstoffe - Salz, Zucker, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett und gesättigte Fettsäuren - in Tabellen auf der Verpackung pro 100 Gramm angegeben werden. Bei frischem Fleisch muss die Herkunft vermerkt werden. Stoffe, die Allergien auslösen können, müssen auf den Verpackungen auf den ersten Blick zu erkennen sein. Die Regeln gelten nicht für Milch und auch nicht für Alkohol.

dpa

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