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Für 2010 schaut Gruner+Jahr optimistisch in die Zukunft.

Gruner+Jahr leidet unter Anzeigenverlusten

Hamburg - Der Hamburger Großverlag Gruner+Jahr hat im abgelaufenen Jahr schwer unter der schwachen Werbekonjunktur gelitten. Die Erlöse aus dem Anzeigengeschäft barchen um 19 Prozent ein.

Die Anzeigenerlöse verringerten sich um 19 Prozent auf 772 Millionen Euro, teilte das Tochterunternehmen des Bertelsmann-Konzerns am Donnerstag in Hamburg mit.

Der gesamte Umsatz fiel um 9,4 Prozent auf 2,51 Milliarden Euro. Nach einem Gewinn von 88 Millionen Euro im Jahr 2008 wies Gruner+Jahr für 2009 erstmals einen Verlust von 18 Millionen Euro aus. Im Jahr zuvor hatte Gruner und Jahr noch einen Gewinn von 55 Millionen Euro abgeliefert.

Dennoch gab sich der Vorstand optimistisch. Ein Kostensenkungs- und Umstrukturierungsprogramm in allen Ländern und Märkten entfalte seine Wirkung und werde in diesem Jahr zu einem angemessenen Gewinn führen.

Gruner und Jahr hatte 2009 fast 1.400 Arbeitsplätze oder knapp 10 Prozent der Belegschaft abgebaut. Der Verlag kündigte für 2010 die Rückkehr in die Gewinnzone an. Konzernchef Bernd Buchholz erklärte: “Wir blicken äußerst optimistisch in die Zukunft“. Gleichzeitig forderte er Ausbau und Schaffung “neutraler Vermarktungsplattformen“ vor allem für das Internet. Gruner und Jahr gehört zu 74,9 Prozent Bertelsmann und zu 25,1 Prozent der Hamburger Verlegerfamilie Jahr.

DAPD

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