Günstig DVDs und Bücher besorgen

Tauschbörsen Im Internet: - Ich gebe Dir etwas, Du gibst mir dafür etwas zurück: Das uralte Tauschprinzip kommt dank des Internets zu neuer Blüte. Auf speziellen Online-Marktplätzen wechseln Bücher, DVDs oder Kindersachen munter den Besitzer. Unsere Zeitung stellt einige Webseiten vor und zeigt, wie sie funktionieren.

Am häufigsten werden auf den Portalen Medien zum Anfassen wie Bücher, Musik-CDs oder Filme auf DVD getauscht. "Wer viel liest, hört, schaut oder spielt, kommt hier einfach an Nachschub", urteilt Tobias Weidemann, Redakteur bei der Zeitschrift "PC Welt". Er hat mehrere Online-Marktplätze unter die Lupe genommen.

Weidemann sieht etwa bei jüngeren DVDs Schnäppchenpotenzial. Auch relativ frische Literatur-Bestseller sind manchmal dabei. Allerdings überwiegen ältere Artikel. Das Risiko, an Raubkopien zu geraten, schätzt er niedrig ein: Weil mit virtuellen Ersatzwährungen gerechnet werde und nicht mit echtem Geld, sei der Anreiz für schwarze Schafe gering.

Das Prinzip: Nutzer stellen Artikel ein, erhalten im Falle eines Tausches Guthaben und können dies bei passender Gelegenheit wieder in andere Artikel der gleichen oder einer anderen Kategorie investieren. "Schnäppchen gibt es auch woanders, aber in vielen Fällen ist Tauschen günstiger und angenehmer, als ständig Artikel zu kaufen und verkaufen", sagt Gerald Schönbucher, Geschäftsführer von Hitflip.de.

Hitflip.de

Das Portal nimmt seinen Mitgliedern Aufwand ab, kostet aber auch etwas mehr. Nutzer geben lediglich den ISBN- oder EAN-Code des Artikels ein, wodurch automatisch eine Beschreibung aus der Produkt-Datenbank hinzugefügt wird. Anhand aktueller Preise legt das System fest, wie viele Verrechnungseinheiten "Flips" der Besitzer für den Artikel erhält. Ein Tausch kostet den Empfänger zudem 99 Cent Transaktionsgebühr, der Versender zahlt Porto und Verpackung. Platzt ein Tausch, bietet die Plattform eine Erstattungs-Garantie. Reicht das Guthaben nicht, lassen sich "Flips" kaufen. Einer kostet 5,99 Euro.

Tauschticket.de

Keine Gebühren fallen bei Tauschticket.de an. Die Nutzer legen selbst fest, wie viele "Tickets" sie pro Produkt verlangen und wickeln den Tausch eigenständig ab. Eine Datenbank erleichtert auch hier das Einstellen der Angebote. Für viele Tauschvorgänge und positive Bewertungen gibt es Bonustickets.

Balu.de

Eine weitere neue Medien-Tauschbörse heißt Balu.de. Das Angebot ist kleiner, dafür verspricht die Website aber auch sofortige Verfügbarkeit. Lässt es der Anbieter zu, kann außerdem um die Höhe des Tauschpreises gefeilscht werden. Zusätzlich zu den bis zu fünf "Chips" kostet jeder Tausch bis zu 50 Cent Systemgebühr. Platzt ein Handel, werde alles zurückerstattet. Bonuschips belohnen "fleißige" Mitglieder.

Tauschmonster.de

Bei Tauschmonster.de stehen Artikel für Kinder wie Spielzeug oder Kleidung im Mittelpunkt. Die Börse will für Eltern eine praktische Alternative zu "Kinderbasaren" darstellen. Sie verlangt pro Jahr zwölf Euro Mitgliedsgebühr und pro Tausch zwei "Tauschtaler" von Anbieter und Empfänger. Letzterer zahlt den Versand, der bei sperrigen Produkten höher ausfallen kann. Ein Tauschtaler entspricht zehn Cent.

Bambali.net

Geben und nehmen ohne Geld machen lokal organisierte Tauschringe seit langem vor. Diese Form der Nachbarschaftshilfe bietet das Projekt Bambali.net auf einem Marktplatz nicht nur für Waren, sondern auch für Dienstleistungen wie Kinderbetreuung oder handwerkliche Hilfe. Ob direkt oder mittels der Tausch\-währung "Bam" getauscht wird, steht den Mitgliedern frei. Wie seriös die Angebote wirklich sind, muss aber selbst überprüft werden.

Bei den klassischen Tauschringen stoßen die neuen Online-Marktplätze auf Skepsis. Die Vertrauensbildung sei bei einer Kontaktaufnahme im Internet schwerer, sagt Dagmar Capell, von Tauschmagazin.de. Wichtig sei ein genauer Blick in die Teilnahmebedingungen. Wer deshalb von Angesicht zu Angesicht tauschen will, findet unter www.tauschringadressen.de die Kontaktdaten von 300 Tauschringen.

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