Günstiger wohnen mit Genossenschaft

- München - Was es heißt, in den eigenen vier Wänden oder zur Miete zu wohnen, ist jedem klar. Fällt jedoch der Begriff "genossenschaftliches Wohnen", verstehen viele Menschen nur Bahnhof. Gerade junge Menschen würden die Genossenschaften als "verstaubt und konservativ" ansehen. Das wurde beim gestrigen SPD-Fachgespräch im Bayerischen Landtag deutlich. Um die Wohnungsgenossenschaften, von denen allein in Bayern 340 existieren, wieder attraktiver zu gestalten und sie als dritte tragende Säule neben den Miet- und Eigentumswohnungen zu etablieren, hatte die Bundesregierung 2002 eine Expertenkommission zusammen gerufen.

<P>Die 14-köpfige Runde erarbeitete in 18 Monaten einen 740 Seiten umfassenden Bericht mit Vorschlägen, die die Zukunft der Genossenschaften sichern sollen. Neben der Imageverbesserung komme es darauf an, klar zu machen, was es heißt, in einer Wohnungsgenossenschaft Mitglied zu sein. Mitglieder kaufen einen Anteil der Genossenschaft und erhalten neben dem Mitbestimmungsrecht über Genossenschaftsbelange ein grundsätzliches Wohnrecht (keinen Rechtsanspruch!). Erhält das Mitglied eine Bleibe, entsteht ein Dauernutzungsvertrag, der lebenslanges Wohnrecht garantiert.</P><P>So lautete etwa eine der 60 Empfehlungen, die an Politik, Genossenschaften und Verbände gerichtet sind, vorhandene Defizite durch Kooperationen in den Bereichen Organisation, Verwaltung, Marketing oder Finanzierung abzubauen.</P><P>Zudem sei es wichtig, sich im Bereich des sicheren und preisgünstigen Wohnens im Alter auf dem Markt zu positionieren und "den Mitgliedern neben der langfristigen Perspektive vergleichsweise niedriger Nutzungsentgelte auch Möglichkeiten zur kapitalgedeckten Altersvorsorge anzubieten", so das Expertenteam.</P><P>Kontakte zu Wohnungsgenossenschaften gibt es im Internet unter: www.wohnungsunternehmen.de.</P>

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