Günstigere Flugtickets in die USA in Sicht

- Luxemburg - Europas Flugreisende können auf günstigere Ticketpreise für Flüge in die USA hoffen. Die EU-Verkehrsminister beauftragten in Luxemburg die EU-Kommission, bestehende nationale Abkommen mit den USA nachzuverhandeln. Künftig soll jede EU-Fluggesellschaft von jedem Flughafen der Union Flüge in die USA anbieten können.

<P>Dieser Wettbewerb wird bisher durch bilaterale Abkommen einzelner Mitgliedstaaten mit den USA verhindert. Die Kommission kann künftig auch im Namen aller EU-Staaten mit anderen Drittstaaten Luftverkehrsabkommen aushandeln.</P><P>"Heute haben wir eine Übereinkunft erzielt, die der EU ermöglichen wird, sich international zu behaupten und zu Gunsten der Verbraucher und der Luftfahrtindustrie zu arbeiten", sagte Verkehrskommissarrin Loyola de Palacio. "Das ist eine historische Entscheidung."</P><P>In dem jahrelangen Streit um die "Open-Sky-Abkommen" zwischen den EU-Staaten und der Kommission hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) im November 2002 zu Gunsten der Brüsseler Behörde entschieden. Der Gerichtshof stellte fest, dass nationale Abkommen europäisches Wettbewerbsrecht verletzen. So kann beispielsweise nur eine Fluggesellschaft, die mehrheitlich von deutschen Eigentümern kontrolliert wird, von deutschen Flughäfen aus in die USA fliegen. Anbietern mit ausländischer Kapitalmehrheit können auf dem deutschen Markt nicht in den Wettbewerb eintreten.</P><P>"Wir haben das Ziel, mit den USA binnen eines Monats Verhandlungen über ein Abkommen zu starten, das die beiden größten Luftverkehrsmärkte der Welt zusammenbringen wird", sagte de Palacio. Das Mandat der Kommission umfasse unter anderem Routen, Verkehrsrechte, Start- und Landerechte (Slots) sowie Sicherheitsstandards. Die Kommission werde nicht nur die strittigen Punkte in Abkommen mit den USA, sondern auch in schon existierenden Vereinbarungen mit anderen Dritt-Staaten nachverhandeln.</P><P>Die Kommission sieht in den bestehenden Beschränkungen auch den Grund, dass Fluggesellschaften aus der EU sich kaum zusammenschließen, um schlagkräftiger im harten Wettbewerb bestehen zu können. Zahlreiche Gesellschaften in Europa haben derzeit angesichts der weltweit schwachen Konjunktur, der Angst vor terroristischen Anschlägen und des Ausbruches der gefährlichen Lungenkrankheit Sars in Asien schwere wirtschaftliche Probleme.</P>

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