Polizei stoppt verdächtige Person - Kölner Dom evakuiert

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Bahn im Sog der Flaute: Ganze Rangierbahnhöfe könnten wochenlang geschlossen werden.

Deutsche Bahn

Güterverkehr bricht massiv ein

Berlin – Die Deutsche Bahn greift zu Sparmaßnahmen wegen eines drohenden Geschäftseinbruchs im Güterverkehr. Vorbereitet werden unter anderem längere Weihnachtspausen und ein reduzierter Betrieb in betroffenen Güterbahnhöfen, wie der bundeseigene Konzern mitteilte.

Der neue Transnet-Chef Alexander Kirchner warnte die Bahn, mit Blick auf die Tarifverhandlungen Angst unter den Beschäftigten zu verbreiten. Betriebsräte seien über Überlegungen für temporäre Schließungen von Rangierbahnhöfen informiert worden, für die es aber keinerlei Grundlage gebe. „Die Kollegen sind stinksauer“, sagte er. Laut Transnet wurde erwogen, die Weihnachtspause in Rangierbahnhöfen von üblicherweise zwei bis drei Tagen auf vier bis sechs Wochen zu verlängern und so Überstunden und Urlaub abzubauen. Betroffen seien rund 10 000 Beschäftigte. Die Bahn erklärte, an Stilllegungen von Rangierbahnhöfen sei nicht gedacht.

Mehdorn sagte, dass die Auftragslage im Schienengüterverkehr auch im Januar schwach bleiben dürfte. Daher habe der Vorstand ein „strenges Ausgabenregime“ beschlossen. Eine Zahlenvorgabe für Kostensenkungen gebe es nicht. Investitionen, die nicht dringlich seien, könnten verschoben werden. Von Kürzungen nicht betroffen seien Ausgaben für Sicherheit und Infrastruktur. Ein Einstellungsstopp sei vorerst nicht geplant, die Stellen der gut 4000 Leiharbeitnehmer im Konzern würden aber „kritisch überprüft“. Bereits im Oktober habe der Güterverkehr um vier Prozent unter Plan gelegen.

Auch im weltweiten Logistikgeschäft sei die Konjunkturflaute zu spüren, dort gebe es aber auch gegenläufige Trends. Beispielsweise lagerten Unternehmen Aktivitäten aus, wovon der Konzern profitiere. Zudem habe die Bahn keine eigenen Schiffe und Flugzeuge und sitze deshalb „nicht auf Fixkosten fest“, sagte Mehdorn. Im Personenverkehr sei ebenfalls keine dramatische Entwicklung zu erwarten.

dpa

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