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Die Bundesbürger haben 2017 deutlich mehr Geld ausgeben müssen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen.

Immobilienmarkt vor Kollaps?

Häuser und Wohnungen teurer - auch auf dem Land: „Preise steigen weiter“

Billiges Geld und knappes Bauland, das sind seit Jahren Preistreiber auf dem Immobilienmarkt. Im abgelaufenen Jahr war das nicht anders. Inzwischen trifft es nicht nur die Großstädte.

Berlin - Die Bundesbürger haben auch 2017 deutlich mehr Geld ausgeben müssen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. „Die Preise steigen weiter“, sagte Peter Ache, Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse der Deutschen Presse-Agentur. Auf Basis der vorliegenden Kaufverträge schätzt er, dass bis zu 250 Milliarden Euro für Wohnungen, Häuser, Grundstücke und Gewerbeimmobilien bezahlt wurden. Das wären rund neun Prozent mehr als im Vorjahr, während die Zahl der Kaufverträge zwischen 900 000 und einer Million stagniert.

Damit hält der Aufwärtstrend auf dem deutschen Immobilienmarkt seit zehn Jahren an. „Das Angebot ist knapp“, sagte Ache. „Es wird nicht genug Bauland auf den Markt gebracht.“ Das gelte vor allem für Großstädte. Befeuert werden die Preise durch niedrige Zinsen. „Es gibt nicht genug Möglichkeiten, Geld gewinnbringend anzulegen.“ Investoren und Anleger setzten deshalb weiter auf Häuser und Wohnungen.

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Immobilienmarkt vor Kollaps? „Da wird die Welt nicht zusammenbrechen“

Auch auf dem Land werden dem Immobilienfachmann zufolge Häuser nun vielerorts teurer. Denn die Preise seien noch vergleichsweise gering. „Es ist zum Teil günstiger, eine Immobilie zu kaufen als eine zu mieten“, sagte Ache und verwies auf die günstigen Darlehen.

Sorgen vor einem Kollaps des Marktes sind aus Sicht der Gutachter unbegründet. „Die Kreditvergabe ist in Deutschland ordentlich reglementiert. Da wird die Welt nicht zusammenbrechen.“

In dem Arbeitskreis laufen die Berichte der örtlichen Gutachterausschüsse zusammen. Anders als viele Marktstudien gewinnen sie ihre Erkenntnisse aus den tatsächlichen Kaufverträgen. Seinen nächsten bundesweiten Bericht legt der Arbeitskreis Ende 2019 vor. 2016 wechselten nach den amtlichen Daten Immobilien für 237,5 Milliarden Euro den Besitzer.

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dpa

*tz.de und merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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