Gute Prognose dank EU-Richtlinie

- München - Die EU-Richtlinie über die Entsorgung von Elektro-Altgeräten könnte der Münchner CCR Logistics Systems viel Arbeit bescheren - und viel Umsatz. Denn das relativ kleine Unternehmen hat sich auf das Management von Rücknahmesystemen spezialisiert. CCR-Vorstandsvorsitzender Achim Winter zeigte sich bei der gestrigen Halbjahres-Bilanzkonferenz in München sehr optimistisch, Umsatz und Ergebnis in den nächsten Jahren deutlich steigern zu können. "Für das Gesamtjahr 2005 erwarten wir 30 Millionen Euro Umsatz und ein Ergebnis vor Steuern von 1,4 Millionen Euro. Im Jahr 2006 wollen wir Umsatz und Ergebnis nochmals um mehr als 50 Prozent steigern."

Die CCR Logistics Systems AG betreut namhafte Kunden wie BMW, VW, Varta, Hewlett-Packard und Osram, aber auch Red Bull und Adelholzener. In der Automobilbranche entsorgt das Unternehmen flächendeckend die Abfälle von Autowerkstätten und übernimmt die Rückführung der Garantieteile. Für Red Bull übernimmt CCR die Rücknahme und Verwertung der Pfanddosen. Außerdem kümmert sich CCR unter anderem für Osram und Hewlett-Packard um die Rückführung und das Recycling von Elektro- und Elektronik-Altgeräten. In diesem Geschäftsfeld möchte sich CCR europaweit etablieren. Die EU-Richtlinie zur Entsorgung von Elektro-Altgeräten sorge für eine Vervielfachung der Umsatzpotenziale in ganz Europa, so Winter. Bis 2007 plant CCR mit einem Umsatzzuwachs von 40 Millionen Euro.

Dass es mit CCR weiter aufwärts geht, zeigen auch die Halbjahreszahlen für 2005. Im ersten Halbjahr wurde ein Umsatz von 14,49 Millionen Euro erzielt, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 (12,7 Millionen Euro) ein Zuwachs von 14 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern (Ebit) stieg im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 693 000 Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern für das erste Halbjahr kam auf 387 000 Euro. Derzeit beschäftigt CCR 40 Mitarbeiter, vier mehr als vor einem Jahr.

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