Gute Software für Kinder: Erst probieren, dann kaufen

- In den Kaufhäusern und Fachmärkten sind die Regale mit den Software-Paketen schier endlos. Eltern und andere potenzielle Käufer kommen sich hier bei der Suche eines passenden Computerprogramms für die Kleinen oft ziemlich hilflos vor. Experten wissen, was bei Computerprogrammen für Kinder wichtig ist.

<P class=MsoNormal>Vorher testen </P><P class=MsoNormal>Um sich vor dem Kauf ein Urteil über die Software bilden zu können, sollte man die Programme vorher möglichst ausprobieren. So bieten viele Büchereien die Möglichkeit, Software auszuleihen. Bei aktuellen Produkten können häufig von den Webseiten der Hersteller Demoversionen heruntergeladen werden. Außerdem lassen sich Herstellerangaben zu den Programmen auch auf den Seiten von Onlinehändlern wie Amazon finden.</P><P class=MsoNormal>Interaktive Bilderbücher</P><P class=MsoNormal>Bei der Software für die Jüngsten ab vier Jahren geht es aber nicht nur darum, die Begeisterung an bewegten und tönenden Bildern kindgerecht aufzugreifen. Die Kleinen sollen auch die Möglichkeit haben, mit Hilfe der Erwachsenen Maus und Computer kennen zu lernen, so Ute Diehl, die Familiensoftware für "Eltern for family" beurteilt und die Vergabe des Softwarepreises Giga-Maus mitorganisiert.</P><P class=MsoNormal>Dazu eignen sich besonders gut interaktive Bilderbücher wie "Lauras Sternreise" aus dem Tivola Verlag in Berlin. Die interaktiven Bilderbücher erzählen in der Regel eine Geschichte, und mit einem Klick auf abgebildete Gegenstände lösen die Kinder eine Animation aus. Dem Wiederholungstrieb der Kleinsten angepasst, wird diese auch mit jedem Klick wiederholt. Bei Spielen sollte auf eine ansprechende Gestaltung von Grafik und Sound geachtet werden. Dadurch sollen die Koordination zwischen Auge und Hand geschult und die Fantasie gefördert werden.</P><P class=MsoNormal>PC soll Kinder bilden</P><P class=MsoNormal>Sind die Kinder etwas älter und schon vertrauter im Umgang mit dem Computer, ist mehr Sachwissen gefragt. Bei Kinder-Software ist nicht nur ein spannendes Thema wichtig, sondern auch, dass die Software kindgerecht gestaltet wurde. "Das heißt, es soll nicht nur der Lernaspekt im Vordergrund stehen, sondern es soll um eine ganzheitliche Bildung der Kinder gehen", erklärt Hans-Jürgen Palme, Medienpädagoge und Geschäftsführer des Vereins Studio im Netz in München. Dazu eignen sich Programme, bei denen Kinder die Lerninhalte in ihre Lebenswelt übertragen können, wie beispielsweise bei der Reihe "Löwenzahn" aus dem Terzio Verlag in München.</P><P class=MsoNormal>Klare Aufgaben </P><P class=MsoNormal>Die Navigation durch die Programme sollte so gestaltet sein, dass Kinder sich alleine zurechtfinden. Dazu gehört auch, dass die Aufgabenstellungen für das jeweilige Alter klar und verständlich formuliert sind. Damit die Kinder am PC nicht überfordert werden, sollten die Spiele und Aufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsstufen lösbar sein.</P><P class=MsoNormal>Leistungen prüfen </P><P class=MsoNormal>Auch die Systemanforderungen der Software spielen eine wichtige Rolle bei der CD-ROM-Auswahl. Da die Kinder für ihre ersten Versuche am PC häufig die alten Rechner der Eltern bekommen, sollte vorab geklärt werden, ob die Leistungen des Rechners und der Grafikkarte für die aktuelle Software noch ausreichend sind.</P><P class=MsoNormal>Wer sich die leidige Diskussion mit den Kindern ersparen möchte, wann mit dem Spiel am PC Schluss ist, sollte darauf achten, dass der Spielstand zu jedem Zeitpunkt unter dem eigenen Namen oder einem Symbol abgespeichert werden kann. Ärgerlich ist es dagegen, wenn ein bestimmter Level erreicht werden muss, um den Spielstand zu sichern.</P><P class=MsoNormal>Gutes Rückmeldesystem</P><P class=MsoNormal>"Gute Lernsoftware bietet nicht nur eine Mischung aus spielerischen Elementen und Lerninhalten", sagt Irina Pächnatz, Sprecherin des Cornelsen Verlags aus Berlin. Wichtig sei auch ein gutes Rückmeldesystem, um aus den gemachten Fehlern lernen oder um andere Lösungswege finden zu können.</P><P class=MsoNormal>Eltern sollten aber nicht zu viel von einem Lernprogramm erwarten. Auch wenn die Software noch so pädagogisch sinnvoll gestaltet ist, gelten die grundsätzlichen Voraussetzungen fürs Lernen: Nur wer lernen will, wird erfolgreich sein.</P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wirtschaftsverbände fordern Brexit-Unterhändler zur Eile auf
Berlin/London (dpa) - Nach dem Durchbruch in der ersten Phase der Brexit-Verhandlungen fordern Wirtschaftsverbände auf beiden Seiten des Ärmelkanals rasch Klarheit über …
Wirtschaftsverbände fordern Brexit-Unterhändler zur Eile auf
Studie: Einzelhandel setzt immer stärker auf Gastronomie
Köln (dpa) - Der Einzelhandel in Deutschland setzt immer stärker auf gastronomische Angebote, um Kunden trotz der Internetkonkurrenz in die Läden zu locken.
Studie: Einzelhandel setzt immer stärker auf Gastronomie
Maschinenbauer KraussMaffei soll in Shanghai an die Börse
München/Shanghai (dpa) - Der chinesische Staatskonzern ChemChina will den deutschen Maschinenbauer KraussMaffei in Shanghai an die Börse bringen.
Maschinenbauer KraussMaffei soll in Shanghai an die Börse
Treffen zu Siemens-Werken ohne konkrete Ergebnisse
Berlin (dpa) - Ein Treffen zum Stellenabbau in den deutschen Siemens-Werken bei Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) ist ohne konkrete Ergebnisse geblieben.
Treffen zu Siemens-Werken ohne konkrete Ergebnisse

Kommentare