Mini-Hifi-Anlagen im Test

Der gute Ton überwiegt

Kleine Musikanlage, wenig Freude - das waren die Resultate früherer Tests mit Mini-Hifi-Anlagen. Eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt nun, dass die Kleinen in den vergangenen Jahren enorm aufgeholt haben: Diesmal überwiegt der gute Ton.

Einen properen Klang aus kleinen Boxen: Das gab es bisher nur selten. Vor allem die Lautsprecher verdarben den Spaß an der Musik. Jetzt hat die Stiftung Warentest wieder 14 Modelle untersucht und diesmal klingt die Hälfte der Mini-Anlagen "gut". "Dabei sind sie gar nicht mal so teuer", schreiben die Tester in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift "test". Knapp 200 Euro kostet die billigste "gute" Anlage, die Sony CMT-HX30. Und die teuerste im aktuellen Test, die Denon D-M37, ist mit 385 Euro immer noch preiswerter als die billigste Anlage von damals.

USB-Anschluss ist Standard

Trotz ihrer kleinen Preise spielen die Geräte auch bei der modernen Unterhaltungselektronik mit, denn alle geprüften Modelle haben einen USB-Anschluss. Daran lassen sich Speicherstifte und MP3-Spieler anschließen, und die darauf gespeicherte Musik kann dann über die Fernbedienung ausgewählt und über die Anlage wiedergegeben werden. MP3-Spieler, bei denen der direkte Anschluss nicht klappt, können über ein Kabel zwischen Kopfhörerausgang oder - wenn vorhanden - über ihren "Line" -Ausgang am Audioeingang der Hifi-Anlage ohne Fernsteuerung betrieben werden. Kenwood bietet zusätzlich noch zwei Kartenschächte für zwei SD-Speicherkarten, wie sie als Datenspeicher für Digitalkameras und MP3-Spieler verwendet werden. "Damit ist es gar kein Problem mehr, jede Menge Musik vom Computer zur Mini-Hifi-Anlage zu tragen und dort wiederzugeben", schreiben die Tester.

Lautsprecher bleiben Schwachstelle

Für Misstöne sorgen, wenn überhaupt, die mitgelieferten Lautsprecher. Die Grundgeräte bieten meist die Voraussetzungen für "guten" Ton, neigen jedoch zum Verzerren bereits bei mittleren Lautstärken. Wer noch einen Satz guter Lautsprecher aus Altbeständen zur Verfügung hat, kann den Klang verbessern - "je nach Qualität der Boxen auch wesentlich", so die Tester. Aber Vorsicht: Der Widerstand der alten Boxen (in Ohm) ist oft so niedrig, dass die Mini-Anlagen überfordert sein können, warnen die Tester. Das würde bei erhöhten Lautstärken wiederum zu schlechtem Klang durch Verzerrungen führen.

Gewinner & Verlierer

Den besten Ton bieten Yamaha Piano Craft E320 (330 Euro). Panasonic SC-PMX3EG-S für 248 Euro klingt nur wenig schlechter, dafür ist die Qualität von Radio, Verstärker und CD-Spieler besser. Wer mit seiner HiFi-Anlage auch Video-DVDs abspielen will, für den kommen Panasonic SC-PM86DEG-K (270 Euro) und Philips MCD716 (320 Euro) am ehesten infrage. Und für etwas höhere Lautstärken sei Sony CMT-DH3 (221 Euro) optimal.

Die nur "ausreichenden" Schlusslichter im Test kamen von LG und JVC: Während bei der LG FB163 (267 Euro) der Klang nicht stimmte, wurden die beiden JVC Anlagen UX-G980V und UX-G650 (270/185 Euro) wegen ihres zu hohen Standby-Stromverbrauchs abgewertet.

Tipps der Tester

Um das Optimum an Klangqualität aus den Boxen zu erhalten, sollten sie keinesfalls auf den Boden oder in die Zimmerecke gestellt werden - "das führt zu Wummerbässen", sagen die Tester. Auf Ständern oder im Regal klingen die Lautsprecher am besten.

Wer keinen Fernseher an die Hifi-Anlage anschließen möchte, könne auf einen DVD-Spieler verzichten. "Die besten Klangnoten erreichten in unserem Test Modelle, die mit CD-Spielern ausgestattet sind."

mm

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