Gutes Auslandsgeschäft füllt die Kasse der Post

- Bonn - Die Deutsche Post hat nach einem unerwartet starken Geschäft im ersten Halbjahr ihre Gewinnerwartungen für das Jahr 2004 nach oben geschraubt. Der operative Betriebsgewinn des Vorjahres von 2,98 Milliarden Euro soll in diesem Jahr um 7,5 bis 12,5 Prozent übertroffen werden, sagte Vorstandschef Klaus Zumwinkel. Trotz eines operativen Verlusts in den USA von 229 Millionen Euro im ersten Halbjahr legte die Post beim Konzerngewinn vor allem durch ein starkes Geschäft im Ausland zu. So stieg das konzernweite Halbjahresergebnis um 14,5 Prozent auf 1,682 Milliarden Euro.

<P>Der Konzerngewinn wuchs um 10,9 Prozent oder 71 Millionen Euro auf 721 Millionen Euro. Auch beim Umsatz legte die Post zu: Er stieg um 9,6 Prozent auf rund 21 Milliarden Euro. Die Aktivitäten der Post im Ausland machen mittlerweile knapp die Hälfte ihres Geschäfts aus. Die gute Geschäftsentwicklung kam auch dank eines überraschend starken zweiten Quartals zu Stande. Abgesehen vom Sprung der Postbank auf das Börsenparkett im Juni sei die positive Entwicklung aber "nicht durch Einmaleffekte gekennzeichnet", hob Finanzvorstand Edgar Ernst hervor.<BR><BR>Der Postbank-Börsengang brachte dem Konzern den Angaben zufolge einen Nettoertrag von rund 75 Millionen Euro. Brutto flossen durch die Aktienplatzierung 2,6 Milliarden Euro in die Post-Kasse. Mit Hilfe dieses Erlöses will der Mutterkonzern Post nun bis Jahresende seine Schulden komplett abbauen. Daneben soll das Geld in Pensionsverpflichtungen und in die Ausweitung des operativen Geschäfts fließen.</P><P><BR> </P>

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