Gutes muss nicht teuer sein - Katzenfutter im Test

Nicht selten schnurrt ein eher moppeliges Fellknäuel auf deutschen Sofas. Katzen bekommen zu viel zu fressen. Das liegt auch daran, dass auf den Futterdosen und -schachteln eine zu hohe Tagesration angegeben ist. Das hat Stiftung Warentest herausgefunden bei einem Vergleich von Katzenfutter.

Preisgünstig und gut

Trockenfutter ist besonders preisgünstig: Von den sechs "sehr guten Produkten" sind Aldi und Lidl am billigsten. "Sehr gutes" Feuchtfutter kostet deutlich mehr. Hier punkten Yarrah Bio Pat mit Huhn: Es ist mit 97 Cent pro Tagesration günstiger als IAMS (2,77 Euro), Animonda (1,52 Euro) und Gourmet Gold (1,34 Euro).

Wichtige Zusatzstoffe

Alle gestesteten Produkte sind als Alleinfutter deklariert. Es muss so zusammengesetzt sein, dass eine gesunde erwachsene Katze damit optimal versorgt ist - beim Großteil ist das der Fall. Allerdings bewerteten die Tester auch drei Produkte mit "Mangelhaft": Das Futter von Rewe, Fressnapf und Almo Nature. Auch Miamor mit Huhn ist unausgewogen - wenngleich nicht ganz so arg wie die zuvor genannten.

Hier ist der Katzenbesitzer in der Zwickmühle, denn Almo Nature verzichtet beispielsweise auf jegliche Zusatzstoffe. Das beruhigt das Gewissen, tut dem Tier aber auf Dauer nicht gut, befindet Stiftung Warentest. "Das Futter enthält praktisch kein Kalzium - schlecht für die Knochen - und zu wenig Linolsäure, Eisen und Zink", heißt es in der September-Ausgabe der Zeitschrift "test". Für eine ausgewogene Katzenvollnahrung seien Zusatzstoffe wichtig. Aus diesem Grund ist es auch schwierig, beim Selberkochen eine optimale Zusammensetzung zu finden. Ungesund für Katzen ist auch Milch, da sie keine Laktose verarbeiten können.

Übergewicht

Kritisch bewertet haben die Tester die Fütterungsempfehlungen, die in vielen Fällen zu hoch angegeben wurden. Wer seinen Stubentiger auf Diät schickt, muss das übrigens sehr vorsichtig tun: Eine Nulldiät kann zu lebensbedrohlichen Leberschäden führen. Eine gesunde Katze mit vier Kilogramm, die leicht übergewichtig ist, braucht täglich nur etwa 230 Kilokalorien.

Abwechslung wichtig

Katzen sind wählerisch und bevorzugen häufig genau das Futter, das sie von klein auf gewohnt sind. Um flexibel zu sein, sollten Katzenbesitzer schon beim Jungtier für Abwechslung sorgen, verschiedene Geschmacksrichtungen und Futtersorten anbieten. So können auch Sonderangebote genutzt werden.

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