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So ruhig wie auf diesem Bild ist es bei Hennes und Mauritz (H&M) im Vorweihnachtsgeschäft wohl nie.

Beschimpfungen und Chaos

Verkäuferin schockiert mit Aussage über H&M-Kunden

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Eine Mitarbeiterin der Modekette H&M hat geschildert, wie sich Kunden in der Vorweihnachtszeit benommen haben. Für Verkäufer war es wohl die Hölle.

München - Sich vor Weihnachten auf der Suche nach Geschenken durch die überfüllten Geschäfte zu wühlen - das war auch in diesem Jahr für die Kunden kein großer Spaß. Jedoch denkt dabei kaum jemand an die Verkäufer, die in der wohl stressigsten Phase des Jahres in den Läden die Kunden bedienen.

H&M-Mitarbeiterin schildert, was sie im Weihnachtsgeschäft erlebt hat

Im Newsportal “Huffington Post“ hat jetzt eine Verkäuferin des schwedischen Moderiesen H&M ausgepackt. Die H&M-Mitarbeiterin, die Tatiana Bösch genannt wird, in Wirklichkeit aber anders heißt, arbeitete neben ihrem Studium in einer großen Filiale des Modekonzerns, der bald eine neue Modekette auf den Markt bringt. Was sie dabei erlebte, brachte sie demnach teilweise an den Rande des Nervenzusammenbruchs. 

Video: Wenn das Geschenk nicht gefällt...

Obwohl die Verkäuferin wusste, wie anstrengend das Vorweihnachtsgeschäft im Einzelhandel ist, stand sie an allen Adventssamstagen in einer Kinderabteilung einer H&M-Filiale. „In dieser Zeit hatte ich nicht nur einmal das Bedürfnis, aus Verzweiflung laut zu schreien oder wild um mich zu schlagen,“ so die junge Frau.

Die H&M-Mitarbeiterin schildert ihre Erfahrungen folgendermaßen: „Stangen voller Kleidung wurden zerlegt, Waren des gesamten Hauses wahllos in Ecken geschmissen, Mitarbeiter beschimpft und mehrfach entfachten laute Streits zwischen Kunden über das ein- oder andere letzte Teil.“ 

H&M-Kunden lassen “Hass auf die Menschheit“ aufkommen

Ganz besonders ärgert sich die Verkäuferin über das Kundenverhalten, sie findet drastische Worte dafür: „Zur Vorweihnachtszeit verwandeln sich viele von diesen ohnehin unangenehmen Zeitgenossen in unzähmbare Bestien, die zum Frühstück wohl kleine Kinder verspeisen und sich für ihr Mittagessen unschuldige H&M-Mitarbeiter aufheben.“

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Diese Meinung der Verkäuferin über die Kunden hat sich besonders an einem Arbeitstag gefestigt. Zwar steigerte sich nach ihren Angaben jeden Samstag vor Weihnachten die Anzahl der Kunden „und mein Hass auf die Menschheit direkt proportional immer weiter in die Höhe.“ Doch der letzte Samstag vor Weihnachten vor drei Jahren habe sich ihr besonders ins Gedächtnis eingebrannt. 

So sah ein Horror-Arbeitstag bei H&M aus

An besagtem Tag waren die Verkäufer wegen extremer Unterbesetzung gezwungen, die gesamte Kinderabteilung über sieben Stunden lang den Kunden allein zu überlassen. Tatiana Bösch brach schließlich in ihrer Zehn-Stunden-Schicht gegen 17.00 Uhr auf, um das Chaos, das die Verkäuferin als „Schlachtfeld“ bezeichnet, aufzuräumen. 

Beschimpfung bei H&M: “Ich lasse mich doch von so einer kleinen Verkäuferin ...“

Kurz vor Ladenschluss wurde sie von einer älteren Dame derart beschimpft, dass sie fast in Tränen ausbrach. Die Dame suchte nach einem Pullover für ihre Enkelin in einer bestimmten Größe, der jedoch ein Einzelteil war. 

Als ihr die Verkäuferin dies freundlich mitteilte, rastete die ältere Frau aus. Unter anderem mit den folgenden Worten beschimpfe sie die Verkäuferin: „Ich lasse mich doch von so einer kleinen Verkäuferin nicht verarschen! Ich brauche dieses Oberteil für meine Enkelin und ich werde mich ganz sicher nicht nochmal in diesen Drecksladen begeben, wo wohl jeder so unfähig ist wie Sie!” Tatiana Bösch merkte, wie Tränen der Wut in ihr aufstiegen und ging schnell aus der Verkaufsfläche, um sich zu sammeln.

Die Verkäuferin zieht ein ernüchterndes Fazit zum Vorweihnachtsgeschäft: „Ich muss sagen: Ihr Kunden habt mir meine Arbeit zur Weihnachtszeit wirklich zur Hölle gemacht.“

Auch im November gab es bei H&M einen besonders großen Ansturm, eine besondere H&M-Kollektion war sofort ausverkauft.

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sp

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