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Überraschende Wende: Förderanträge für Energiesparhäuser werden jetzt doch bearbeitet

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Von: Thomas Schmidtutz

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Robert Habeck
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) drängte auf eine schnelle Anschlusslösung nach dem Förderstopp. © Kay Nietfeld/dpa

Nach dem plötzlichen KfW-Förderstopp sollen Bauherren jetzt doch Geld für ihre energieeffizienten Häuser erhalten.

Berlin - Nach dem plötzlichen KfW-Förderstopp bekommen viele Bauherren nun doch Geld für ihre energieeffizienten Häuser. Die beteiligten Ministerien einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag darauf, dass alle bis zum Förderstopp am 24. Januar gestellten Anträge noch nach den alten Kriterien bearbeitet werden.

Nach derzeitigem Stand gehen damit jene Häuserbauer, die nach dem Förderstopp und vor Monatsende noch Anträge stellen wollten, zunächst leer aus. Die Bundesregierung verhandelt aber über Programme, die die bisherigen Förderungen ersetzen sollen.

KfW: Förderung wurde aufgrund „enormer Antragsflut“ gestoppt

Vergangene Woche wurde das Programm aufgrund der hohen Anzahl an Anträgen mit sofortiger Wirkung gestoppt. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete die KfW nach eigenen Angaben bei der Nachfrage zur Finanzierung von energieeffizientem Wohnraum. Nach 26,8 Milliarden Euro im Jahr 2020 sagte die KfW im vergangenen Jahr hier Förderungen in Höhe von 34,5 Milliarden Euro zu. Die „enorme Antragsflut der letzten Wochen“ habe dann aber zu einer „Ausschöpfung der vom Bund für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bereitgestellten Haushaltsmittel und zu einem Stopp des Programms am 24. Januar 2022“ geführt, erklärte die KfW weiter.

KfW: Derzeitige Förderlücke von 1,8 Milliarden Euro

Demnach sind im Rahmen der BEG-Förderung aktuell noch Anträge mit einem Gesamtvolumen von 7,2 Milliarden Euro offen. Demgegenüber stehen jedoch lediglich noch verfügbare Haushaltsmittel von 1,8 Milliarden Euro - die Förderlücke belaufe sich somit auf 5,4 Milliarden Euro, wie die KfW erklärte.

Die Kunden seien direkt nach der Entscheidung für den Förderstopp über den Beschluss informiert worden. „Im Vordergrund steht aktuell, dass wir unter den schwierigen Rahmenbedingungen noch die bestmögliche Lösung finden“, sagte der KfW-Vorstandsvorsitzende Stefan Wintels kürzlich. Diese Lösung scheint nun gefunden zu sein. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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