Staatsbankrott abgewendet

USA haben jetzt 17 Billionen Dollar Schulden

Washington - Die USA haben erstmals in ihrer Geschichte offiziell mehr als 17 Billionen Dollar Schulden. Doch ohne die Anhebung des Limits hätte das Land in den Staatsbankrott rutschen können.

Kurz nach dem Ende des erbitterten Finanzstreits in Washington sind die US-Staatsschulden erstmals in der Geschichte über die 17-Billionen-Marke gesprungen. Das Minus in der Kasse betrug zuletzt genau 17,075590 Billionen Dollar (12,44 Billionen Euro), teilte das Finanzministerium in Washington am Freitag mit. Zuvor hing die rote Zahl monatelang offiziell genau an der gesetzlichen Schuldengrenze von knapp 16,7 Billionen Dollar fest.

Der große Sprung über die nächste Billionenmarke erfolgte, nachdem der Kongress am Mittwoch (Ortszeit) kurz vor einem drohenden Staatsbankrott das Kreditlimit vorerst ausgesetzt hatte. Bis zum 7. Februar kommenden Jahres dürfen sich die USA damit zunächst wieder Geld borgen.

Ohne rechtzeitige Aufhebung der Schuldengrenze hätte das Land an einem gewissen Punkt den Finanzkollaps erlitten. Es konnte seit Erreichen der Schuldengrenze im Mai nur deshalb seine Rechnungen begleichen, weil sich noch Geld aus den anderen Staatskassen wie etwa den Währungsreserven umschichten ließ.

Diese „außerordentlichen Maßnahmen“ wären aber nach Angaben des Finanzministeriums am 17. Oktober ausgeschöpft gewesen. Die Regierung hätte dann allein von den Steuereinnahmen leben müssen, die pro Tag aber durchschnittlich fast zwei Milliarden Dollar geringer sind als die Ausgaben.

Der jetzige massive Schuldenanstieg von einem Tag auf den anderen resultierte also vor allem daraus, dass die anderen Staatskassen wieder aufgefüllt wurden.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa-mzv

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