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Insgesamt bleiben die Folgen des Cyber-Angriffs beim Nivea-Konzern Beiersdorf gering. Foto: Lukas Schulze

Umsätze verschieben sich

Hacker-Angriff bremst Beiersdorf

Vor einem Monat waren Produktion und Logistik beim Nivea-Konzern Beiersdorf nach einem Cyber-Angriff schwer beeinträchtigt. Die Folgen lassen sich in der Halbjahres-Bilanz ablesen. Doch insgesamt bleiben die Folgen gering.

Hamburg (dpa) - Der schwere Hacker-Angriff Ende Juni hat den Nivea-Hersteller Beiersdorf vorübergehend rund 35 Millionen Euro Umsatz gekostet.

In den ersten sechs Monaten erhöhte sich der Umsatz des Konzerns aus eigener Kraft um 3,3 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 3,51 Milliarden Euro, teilte Beiersdorf in Hamburg mit.

Ohne die Attacke auf die Computersysteme des Unternehmens wären es 4,4 Prozent gewesen. "Dieser Umsatz ist nicht verloren, sondern verschoben", sagte Beiersdorf-Chef Stefan F. Heidenreich. Die Umsätze würden im dritten Quartal nachgeholt; der Ausblick für das Gesamtjahr gehalten.

Einzelne Geschäfte konnten nicht mehr ausgeführt werden, andere wurden mit Verzögerung verbucht. Eine Cyber-Attacke hatte Ende Juni eine ganze Reihe von Unternehmen und Behörden weltweit lahmgelegt. Betroffen waren unter anderem der US-Pharmakonzern Merck, der Logistikriese FedEx und die Reederei Maersk. Die Täter wollten hohe Geldsummen erpressen. Beiersdorf hat nach Angaben von Heidenreich nicht gezahlt.

Abgesehen von dem Hacker-Angriff liefen die Geschäfte von Beiersdorf rund. Der Gewinn des Konzerns vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich um 9,3 Prozent auf 561 Millionen Euro. Damit erhöhte sich die Marge von 15,3 auf 16 Prozent. "Beiersdorf hat im ersten Halbjahr seine starke Marktstellung unterstrichen und seinen profitablen Wachstumskurs fortgesetzt", sagte Heidenreich. Die Wachstumsrate liege über dem Markt; das Ergebnis sei auf einem neuen Höchststand. Insgesamt soll der Konzern in diesem Jahr um drei bis vier Prozent wachsen.

Mitteilung Beiersdorf

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