Jen Psaki, Pressesprecherin des Weißen Hauses, während einer Pressekonferenz im Weißen Haus.
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Jen Psaki, Pressesprecherin des Weißen Hauses, während einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Gruppe hat Sitz in China

Hackerangriff in den USA: Sprecherin des Weißen Haus spricht von einer „aktuellen Bedrohung“

In den USA wurden 30.000 Unternehmen Ziel eines Hackerangriffes. Koordiniert wurde der offenbar von einer Gruppe aus China.

Washington - Von einem „ungewöhnlich aggressiven“ chinesischen Hackerangriff sind einem Bericht zufolge mindestens 30.000 Unternehmen in den USA betroffen. Jennifer Psaki, die Sprecherin des Weißen Hauses, sprach von einer „aktuellen Bedrohung“. Die Angreifer hätten eine Sicherheitslücke im E-Mail-Dienst Exchange des Softwarekonzerns Microsoft genutzt, E-Mails gestohlen und Computer mit Programmen infiziert, die eine Fernsteuerung ermöglichten. Das schrieb der Cybersicherheitsexperte Brian Krebs auf seiner Webseite.

„Jeder, der diese Server nutzt, muss jetzt handeln“, sagte Psaki und riet dazu, möglichst schnell ein verfügbares Sicherheitsupdate zu installieren. „Wir befürchten, dass es eine große Zahl an Opfern gibt. “ Nachdem Microsoft am Dienstag das Sicherheitsupdate für Exchange veröffentlicht hatte, sei die Zahl der Angriffe „dramatisch angestiegen“, schrieb Krebs unter Berufung auf anonyme Quellen. „Mindestens 30.000 Organisationen in den Vereinigten Staaten, darunter eine erhebliche Zahl an kleinen Unternehmen, Stadtverwaltungen und Regionalregierungen, sind in den vergangenen Tagen von einer ungewöhnlich aggressiven chinesischen Cyberspionage-Einheit angegriffen worden, die sich auf den Diebstahl von E-Mails konzentriert.“

Cyber-Attacke in den USA: Chinesische Hackergruppe mit „ungewöhnlich agressiven“ Angriff

Die von Microsoft „Hafnium“ genannte Hackergruppe ist nach Angaben des Unternehmens ein „sehr versierter und hochentwickelter Akteur“. Hafnium hatte in der Vergangenheit laut Microsoft vor allem auf Organisationen und Einrichtungen in den USA abgezielt. Betroffen waren demnach „Forschungseinrichtungen für Infektionskrankheiten, Anwaltskanzleien, Hochschulen, Verteidigungsunternehmen, politische Denkfabriken und Nichtregierungsorganisationen“. Die Gruppe habe ihren Sitz in China*, agiere aber hauptsächlich über gemietete virtuelle private Server in den USA.

Die US-Behörden haben der chinesischen Regierung in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen, hinter Hackerangriffen in den USA zu stehen. Peking weist dies regelmäßig zurück.(dpa/aka)*Merkur.de ist ein Angebot von Ippen.Media.

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