Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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BMW hängt Mercedes ab und Porsche will von VW profitieren

- München/Stuttgart/Ingolstadt - Der Glanz der Automobilbauer aus dem Süden der Republik ist ungebrochen. Gestern vermeldeten BMW und Porsche Spitzengewinne. Und die Ingolstädter Volkswagen-Tochter Audi will mit Investitionen in neue Modelle die Millionengrenze beim Absatz knacken.

Porsche

Der Sportwagenbauer Porsche will trotz der milliardenschweren Kosten für den Einstieg beim Volkswagen-Konzern und die Entwicklung der vierten Baureihe auch künftig als profitabelster Autohersteller der Welt glänzen. "Die Synergien, die wir aus der Partnerschaft mit VW erwarten, werden uns auf diesem Weg sicher nicht kurzfristig, aber doch auf längere Sicht entscheidend voranbringen", sagte Vorstandschef Wendelin Wiedeking. Alles in allem strebe Porsche mittelfristig für sein Investment an Volkswagen einen zusätzlichen jährlichen Nutzen mindestens im dreistelligen Millionenbereich an. Die Beteiligung an VW wird Porsche etwa 3,5 Milliarden Euro kosten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2005/06 (bis Ende Juli) zeigte er sich zuversichtlich. Allerdings werden hohe Entwicklungskosten für die vierte Baureihe Panamera den Gewinn belasten. Eine konkrete Ergebnisprognose wollte der Vorstand nicht abgeben.

Finanzvorstand Holger Härter versprach erneut eine "sehr gute" Entwicklung. Es sei aber klar, dass nach elf Jahren Gewinnanstieg in Folge die "Luft dünner wird". Im Vorjahr hatte der Konzern bei Ertrag, Umsatz und Absatz erneut Bestmarken erreicht. In den ersten vier Monaten des neuen Geschäftsjahres stiegen die Erlöse um 6,7 Prozent auf 2,02 Milliarden Euro. Der Absatz kletterte um 8,5 Prozent auf 25 635 Fahrzeuge. Abgesehen vom Cayenne verbuchte Porsche bei allen Modellen steigende Verkaufszahlen. "Bei der Profitabilität haben wir inzwischen ein Niveau erreicht, das weit über dem aller anderen Automobilhersteller weltweit liegt", so Wiedeking.

BMW

Der bayerische Autobauer BMW hat seinen Konkurrenten Mercedes beim Absatz in diesem Jahr deutlich abgehängt. Nach weiter ungebremster Nachfrage übertraf der Münchner Konzern mit seit Jahresbeginn exakt 1 211 177 ausgelieferten Modellen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce bereits im November seinen Rekordjahresabsatz von 2004. Damit baute BMW seinen Vorsprung gegenüber dem Stuttgarter Wettbewerber weiter um über 100 000 Fahrzeuge aus.

"Es ist schon jetzt absehbar, dass wir im Gesamtjahr 2005 weltweit der erfolgreichste Anbieter im Premiumsegment sein werden", gab sich BMW-Vertriebsvorstand Michael Ganal siegesgewiss. Bislang lag BMW nur einmal in der Firmengeschichte, und zwar im Jahr 1993, beim Absatz deutlich vor Mercedes.

Im vergangenen Monat lieferte der bayerische Konzern mit 114 044 Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce insgesamt 9,5 Prozent mehr aus als im November des Vorjahres.

Audi

Audi will in den kommenden Jahren verstärkt in neue Modelle investieren. Nachdem in diesem Jahr bereits 1,45 Milliarden Euro dafür und für die Optimierung der Fertigung ausgegeben wurde, soll dieser Betrag bis 2007 auf fast zwei Milliarden Euro steigen. Damit will Audi bis 2008/09 die Millionengrenze beim Absatz erreichen.

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