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Bislang ist die festgesetzte Kaution von 895.000 Euro für Thomas Middelhoff nicht eingegangen.

Haftentlassung verzögert sich

Middelhoff hat Kaution noch nicht gezahlt

Essen - Die Verteidiger rechnen nicht damit, dass der frühere Topmanager Thomas Middelhoff (61) schon an diesem Wochenende nach Hause darf. Es gibt Probleme bei der Kautionszahlung.

Bisher sei die festgesetzte Kaution von 895.000 Euro nicht eingegangen, sagte ein Sprecher des Essener Landgerichts auf Anfrage. Wie Middelhoffs Anwalt Hartmut Fromm sagte, sei geplant, rund 500.000 Euro der geforderten Gesamtsumme als Bürgschaft bereitzustellen und den Rest in bar. Das Geld werde von Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Dabei gehe es auch um Geldüberweisungen, die aus den USA transferiert werden müssten. Der 61-Jährige selbst hatte Ende März einen Antrag auf Privatinsolvenz gestellt.

Zuletzt hatte Fromm in der vergangenen Woche auf die noch ausstehende Klärung von Formalien hingewiesen, die sich etwas schwieriger gestalte als zuvor gedacht. Für eine Stellungnahme war er zunächst nicht zu erreichen.

Der frühere Chef des Handelskonzerns Arcandor leidet an einer Autoimmun-Erkrankung, die nach Darstellung seiner Anwälte in der Haft aufgetreten ist und zunächst nur unzulänglich behandelt worden sei. Das Essener Gericht hatte eine mögliche Haftunfähigkeit wegen seiner Erkrankung nach einer Prüfung jedoch verneint.

Middelhoff war im November 2014 unter anderem wegen Untreue zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt und wegen Fluchtgefahr noch im Gerichtssaal verhaftet worden. Der Richterspruch ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Middelhoff bestreitet die Vorwürfe.

dpa

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