Halbleiter- und Computer-Branche sieht optimistisch in die Zukunft

- München/San José - Trotz langer Zeit wirtschaftlicher Flaute in der Computer- und IT-Branche zeigen die Manager des weltgrößten Chip-Produzenten Intel keine Spur mehr von Pessimismus. Das größte Wachstumspotenzial liegt nach Ansicht des Unternehmens derzeit in Produkten und Standards für die drahtlose Verbindung von mobilen Geräten wie Handy, Taschen-PC und Laptop.

<P>Der mobile Übertragungsstandard "wireless fidelity" wachse derzeit deutlich schneller als etwa der Mobiltelefon-Markt oder das Geschäft mit stationären Breitbandanschlüssen zum Internet, sagte Pat Gelsinger, Technik-Chef von Intel.<BR>Bereits in absehbarer Zeit werde die drahtlose Übermittlung von Daten nach Meinung von Gelsinger die heutigen Kupferleitungen gänzlich überflüssig machen. Zur Weiterentwicklung schneller und leistungsstarker Übertragungstechniken arbeitet das Unternehmen intensiv mit Regierungen, Regulierungsbehörden und Industrie zur Festlegung von Standards zusammen. Im nächsten Jahrzehnt werde die Mehrzahl der Menschen weltweit drahtlos kommunizieren, sagte Gelsinger. Intel komme eine wesentliche Rolle in der Entwicklung neuer WLAN-Technologien mit deutlich höherer Durchleitungs-Kapazität zu. Der Austausch von Daten wie Musik, Filmen und Bildern über kabellose Netzwerke könne schon bald in einem Bruchteil der heute dafür nötigen Zeit erfolgen.<BR>Eine deutliche Leistungssteigerung werde auch das neue MIMO-System bringen. Der künftige Übertragungsweg werde auch auf der so genannten letzten Meile das Kupferkabel endgültig ersetzen. Solche Netze könnten eine Reichweite von 50 Kilometer haben und Daten, Sprache und Videos mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Megabit pro Sekunde übertragen.<BR>Das weitere Zusammenwachsen von Computern und Kommunikationsgeräten will Intel durch die beschleunigte Entwicklung immer kleinerer Komponenten und kostengünstigerer Technologien vorantreiben. Längst arbeiten die Forscher bei der Herstellung von Halbleitern, den Bausteinen der Microprozessoren, in Größenordnung von Atomen. 2011 werde das Unternehmen Transistoren mit Schaltkreisgrößen von 22 Nanometern herstellen können, die kleiner als ein einzelnes DNA-Molekül sind. In diesem Jahr gebe es bereits eine Milliarde datenübertragungsfähige Handys, sagte Gelsinger. Mehr als ein Drittel der 7000 Intel-Mitarbeiter seien im Jahr 2003 mit der Entwicklung von Kommunikations-Bausteinen beschäftigt. Die Konvergenz, das Zusammenwachsen der verschiedensten Mediengeräte vom Personal Computer über das Handy bis zum Fernsehgerät, stehe dabei im Mittelpunkt der Forschung.<BR></P>

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