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Das Containerschiff "Munich Maersk" wird in Hamburg entladen. Der Hafen wächst nicht mehr und verliert Ladung an Konkurrenzhäfen. Foto: Christian Charisius

Abwanderung in die Niederlande

Hamburger Hafen wächst nicht mehr

Hamburg (dpa) - Der Hamburger Hafen wächst nicht mehr und verliert Ladung an Konkurrenzhäfen. Der gesamte Seegüterumschlag des größten deutschen Hafens sei im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozent auf 70,0 Millionen Tonnen zurückgegangen, teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens mit.

Der wichtige Containerumschlag zum Beispiel blieb exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Die Containerschifffahrt sortiert sich nach neun Jahren Krise gerade um; große Reedereien schließen sich zusammen, werden übernommen oder scheiden aus dem Markt aus.

In der Folge haben sich auch die Allianzen, in denen die Reedereien kooperieren, und die Fahrpläne deutlich verändert. In Hamburg profitierte davon der größte Hafenkonzern HHLA, während Konkurrent Eurogate Federn lassen musste. Ladung gewonnen haben dagegen die Häfen Rotterdam und Antwerpen.

Auch die weiter ausstehende Elbvertiefung bremst den Hamburger Hafen, zumal mittlerweile täglich eines der besonders großen Containerschiffe den Hafen anläuft. "Bei vollzogener Fahrrinnenanpassung können diese Schiffe 1600 und mehr Container zusätzlich nach Hamburg bringen und mitnehmen", sagte Axel Mattern, Vorstand der Marketinggesellschaft. Diese Ladekapazitäten könnten gegenwärtig nicht voll genutzt werden.

Mitteilung Hafen Hamburg zum 1. Halbjahr

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