Lkw-Fahrer bemerkt verstörende Szene am Straßenrand - als er näher kommt, wird geschossen

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Demonstranten aus der rechten Szene gestikulieren und drohen Gegendemonstranten Gewalt an. Foto: Jan Woitas

Nach Chemnitz

Handel beklagt "hysterisches Klima der Angst" in Deutschland

"Alle, die das Bild eines toleranten Deutschlands stören, gefährden erheblich unser Zusammenleben und auch den Wirtschaftsstandort", warnt HDE-Präsident Sanktjohanser.

Berlin (dpa) - Der Handelsverband Deutschland hat nach den Ausschreitungen in Chemnitz vor einem hysterischen "Klima der Angst" in Deutschland gewarnt.

"Alle, die das Bild eines toleranten Deutschlands stören, gefährden erheblich unser Zusammenleben und auch den Wirtschaftsstandort", schrieb der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft seien gefordert, Ausgrenzung und wachsender Verunsicherung in der Gesellschaft entschieden entgegenzutreten, mahnte Sanktjohanser. Die Gesellschaft dürfe nicht zulassen, dass "rechte Kreise" den Eindruck erzeugten, dass hierzulande Intoleranz an der Tagesordnung sei.

De HDE-Präsident verwies auf den drohenden massiven Fachkräftemangel in Deutschland. Die Unternehmen könnten nicht länger auf das große Potenzial internationaler Arbeitskräfte verzichten. "Deshalb sollten wir alle dafür sorgen, dass Menschen aus anderen Ländern gerne zu uns kommen, um diese Lücken zu füllen und damit den Wohlstand unseres Landes für die Zukunft zu sichern", schrieb Sanktjohanser.

Entschieden warnte der HDE-Präsident auch vor einer Einschränkung der Freizügigkeit in Europa. "Es ist (...) schlichtweg gegen unser Interesse, wenn jetzt über die Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum diskutiert wird. Das bedeutet den Verlust von Freizügigkeit, unkalkulierbare Wartezeiten an den Grenzen und eine empfindliche Störung des europäischen Binnenmarktes."

Mit Sorge betrachtet Sanktjohanser auch die aktuellen Handelskonflikte und den dadurch ausgelösten Zollwettlauf zwischen den Wirtschaftsmächten. Dies treffe den Handel und die Weltgemeinschaft ins Mark. "Wir brauche mehr Kooperation und mehr Öffnung und nicht mehr Konfrontation auf allen Seiten", betonte er.

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