Handel erholt sich von Mehrwertsteuerschock

Umsatzanstieg: - Wiesbaden - Der deutschen Einzelhandel erholt sich langsam von dem Mehrwertsteuerschock zu Jahresbeginn. Im März stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

In konstanten Preisen gab es ein Plus von 0,5 Prozent. "Es geht wieder leicht aufwärts", sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr. Wenn sich die positive Entwicklung im April fortgesetzt habe, "sind wir zufrieden, das Schlimmste überstanden zu haben". Der Verband rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von einem Prozent.

Im März waren dank des warmen Wetters vor allem Kleidung, Schuhe, Textilien und Lederwaren gefragt. In dieser Sparte kletterten die Umsätze um 5,7 Prozent. Vom Frühlingswetter profitierten auch Baumärkte und Gartencenter. Bei Baubedarf, Einrichtungsgegenständen und Haushaltsgeräten stiegen die Erlöse um 4,3 Prozent. Auch Waren- und Kaufhäuser meldeten deutlich bessere Geschäfte. Sorgenkind bleibt weiter der Versandhandel mit Einbußen von 6,4 Prozent im Vergleich zum März 2006.

Wegen der starken Umsatzrückgänge im Januar und Februar ergibt sich für das erste Quartal insgesamt noch ein Minus von nominal 0,5 Prozent. Real machte der Handel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 1,2 Prozent weniger Umsatz. "Ohne die Mehrwertsteuererhöhung hätten wir Wachstumsraten wie lange nicht", sagte HDE-Sprecher Pellengahr. Der Einzelhandel profitiere derzeit vor allem von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt. "Mehr Menschen haben wieder mehr Geld für den Konsum", sagte er. Zudem stütze das gute Wetter das Saisongeschäft.

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